Mit Rapmusik gegen Fremdenfeindlichkeit

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Die Schüler des Schubart-Gymnasiums zeigen Flagge gegen Rassismus. Foto: Uwe Keuerleber

Wipp, wipp, das ist unsere Bewegung gegen Rechts! - So klingt der Refrain des Rapsongs "Show your face". Monatelang haben 20 Schüler der Oberstufe des Schubart-Gymnasiums am Projekt "Ulm zeigt Gesicht gegen Rassismus" gearbeitet. Bisheriger Höhepunkt: Von einem Stuttgarter Filmemacher wurde ein professionelles Musikvideo gedreht, bei dem nicht nur die Projektgruppe, sondern alle Schüler des Schubart Gymnasiums mitgemacht haben.

Begonnen hatte aber alles schon im Januar. Das Bundesjustizministerium hatte zum Schülerwettbewerb aufgerufen. Gefragt waren die besten Ideen im Kampf gegen Rechtsextremismus. Nun ist das Schubart-Gymnasium schon seit Jahren beim Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" dabei. Nicht zuletzt deshalb stellte Lehrer Jochen Anger seinen Schülern die Frage: "Was können wir als Schule tun gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit."

Ideen wurden gesammelt und überlegt, mit welchen Projekten die Schüler am Wettbewerb teilnehmen könnten. Die Ideen waren gut, nur die Anmeldefrist war schon vorbei. Doch das war für die Schüler kein Grund, sich nicht mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Warum auch.

Nach einigen Treffen, die nicht während des Unterrichts stattfanden, einigten sich die Schüler auf eine Collage mit dem Titel "Ulm zeigt Gesicht" und die Produktion eines eigenen Songs. Gemeinsam mit Anger, selbst begeisterter Musiker und Saxophonspieler, wurde eine Band zusammengestellt.

Eine Gruppe machte sich an die Gestaltung des Plakates, die andere plante zum Song das passende Video. "Dann sind wir erstmal ans Drehbuchschreiben gegangen", erzählen die dafür verantwortlichen 16-jährigen Schülerinnen Karo und Ann-Kathrin.

Das Plakat sollte ein Photomosaik aus vielen Gesichtern werden, das zusammengesetzt das Konterfei von Sophie Scholl zeigt: "Das Aufwendige dabei ist das Fotografieren von all den vielen Gesichtern". Deshalb war bald die Idee geboren, andere Schulen mit ins Boot holen: In Zusammenarbeit mit dem St. Hildergard- und dem Anna-Essinger-Gymnasium entstand so aus insgesamt 900 Portraits von Schülern, Lehrer und Menschen aus Ulm das Plakat.

Nun gibt es nur noch ein Problem: "Da das ganze Projekt nicht ohne finanzielle Unterstützung auskommt, sind wir immer noch auf der Suche nach Sponsoren", sagt Anger. Bisher teilen sich die Kosten von etwa 800 Euro die Schüler-Mitverantwortung und der Förderverein.

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