Mit Münster und ohne: Ein Blick auf Ulmer Kalender für 2016

Eine Auswahl an Monatskalendern für das Jahr 2016 mit lokalem Bezug.

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Der Nostalgische:
Ach, so hat das mal ausgesehen! Kannst Du Dich erinnern? Wo soll das denn sein? Der "Ulm/Neu-Ulm Vintage Kalender" ist eine Fundgrube für Alt-Ulmer und Neu-Bürger. Jeden Monat gibt es eine Bildercollage aus lauter Schwarzweiß-Fotos zu einem Thema: der Straßenbahn, dem Münsterplatz, den Schachteln. . . Entstanden ist der Kalender aber auf höchst moderne Art und Weise. Im März hat die Neue Pressegesellschaft, der Herausgeber des Kalenders, den Tumblr-Blog vintageulm.tumblr.com und die facebook-Seite facebook.com/ulm.vintage ins Leben gerufen. Bereits nach zwei Tagen gab es schon 1000 Facebook-Likes. Das und die vielen Kommentare zeigten den Machern, dass die Ulmer und Neu-Ulmer ein großes Interesse an alten Bildern haben. Mittlerweile wird täglich ein Bild gepostet. So entstand die Idee, einen Kalender mit diesen Fotos zu erstellen. Er ist in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen und erhältlich in den SÜDWEST PRESSE-Geschäftsstellen in Ulm, Ehingen und Blaubeuren sowie in Ulm bei Hugendubel, Abt und im Stadthaus sowie online unter erleben.swp.de/vintage-kalender. Er kostet 12,90 Euro, bei Online-Bestellung kommen 5 Euro für Verpackung und Versand dazu.

Der Höchste:
Gut, das Münsterturm-Jubiläum war in diesem Jahr. Aber das Münster ist so schön, das schauen sich die Ulmer auch im nächsten Jahr gern an. Zumal die ausgesprochen hochformatigen Aufnahmen von Reinhold Armbruster-Mayer im Kalender des Söflinger Verlags Mayercards das Turmjubiläum nochmal Revue passieren lassen, zum Beispiel das Münster-Scanning des Künstlers Joachim Fleischer. Der Ulmer Termin-Kalender bietet auch Platz für Termineintragungen. Außerdem trägt er zum Bauerhalt des Münsters bei, da von jedem verkauften Exemplar ein Betrag an das Münster fließt. Erhältlich ist der Kalender für 10 Euro im neuen Münster-Verkaufsshop, im Münsterstand auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt sowie im Ulmer Buchhandel.

Der Doppelt-und-Dreifache:
Der "Erotik-Kalender" des Schmiermittelherstellers Liqui Moly soll ja bei manchen sehr begehrt sein. Was weniger an den abgebildeten Autos, Rennwagen und Motorrädern liegt als vielmehr an den leicht oder gar nicht bekleideten Frauen, die sich lasziv auf Kühlerhauben rekeln oder hingebungsvoll Rücklichter einseifen. So viele Motive fallen den Machern ein, dass sie sich offensichtlich nicht mit zwölf Kalenderblättern zufrieden geben konnten. Deshalb gibt es jeden Monat gleich doppelt. Das Unternehmen hat allerdings noch einen zweiten Kalender herausgebracht. Einen für Frauen. Nein, nicht etwa mit halbnackten Männern, sondern reduziert auf das Wesentliche: Autos, Rennwagen, Motorräder. Er dürfte auch bei den Kunden im arabischen Raum besser ankommen. Zu kaufen ist der Erotik-Kalender im Liqui Moly-Teamshop im Internet, Preis 17,99 Euro.

Der Inspirierende:
Auch wenn er "Kostenlose Vergnügungen" heißt: Kostenlos ist der Kalender der 2. Klasse des Berufskollegs für Grafik-Design an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule nicht. Er ist sein Geld aber wert. Nicht nur, weil ein Beutel Grüner Tee auf dem Aufschlagblatt klebt und nach dem Abtrennen mit heißem Wasser übergossen werden kann. Sondern vor allem wegen der Fülle an Ideen und Inspiration, die im Kalender stecken. Jeder Monat enthält einen schön gestalteten Vorschlag für eine kostenlose Vergnügung, und jedes Mal steckt Tiefsinnigeres dahinter als es auf den ersten Blick scheint. Zum Beispiel der Tipp "Verfolge ein Lebewesen". Es führt einen vielleicht an einen Ort, an dem man noch nie war. Ein besonders großes Vergnügen verspricht die Bastelanleitung zum Grimassenschneiden. Der Kalender wird in der Kultur-Buchhandlung Jastram am Judenhof für 10 Euro verkauft.

Der Religiöse:
Die Vielfalt der Kulturen und Religionen in der Stadt will der "Kalender der Religionen" zeigen, den der Rat der Religionen und die Stadt Ulm zum zweiten Mal herausgegeben haben. "In einem von Offenheit und gegenseitigem Respekt gekennzeichneten Miteinander können all die Vorzüge einer internationalen Stadt erst richtig zum Vorschein kommen und kann von diesen profitiert werden", schreiben Saliou Gueye, Matthias Hambücher, Selda Karaduman und Shneur Trebnik vom Rat der Religionen. Und man kann was lernen: In jedem Monat erfährt der Leser etwas über die Feiertage der Religionen. Außerdem werden verschiedene Gemeinden und Vereine vorgestellt. Zu gucken gibt es natürlich auch viel. Die Fotos stehen diesmal unter dem Thema "Wasser". Die Religionsgemeinschaften stellen über die Monate hinweg ihre Beziehung zu diesem kostbaren Gut dar. Der Kalender kostet 5 Euro und ist erhältlich in der Wengenkirche sowie bei den Buchhandlungen Buch und Kunst in der Wengengasse, Hugendubel und Jastram.

Der Familiäre:
Mit seinen bunten Zeichnungen, den vielen abgebildeten Kindern und dem reichlich vorhandenen Platz für Eintragungen richtet sich der "Ulmer Kalender" der Süddeutschen Verlagsgesellschaft hauptsächlich an Familien. Aber auch Erwachsene nutzen den Familienkalender natürlich gern. Gestaltet wurde das mittlerweile neunte Exemplar von der Kommunikationsdesignerin Sabine Geller und der Illustratorin Bärbel Kurz. Das Titelblatt zeigt - passend zum Donaufest 2016 - die Donaukulisse mit Donaufestfahnen. Um wichtige Ulmer Termine müssen sich die Nutzer gar nicht kümmern, die sind alle schon eingetragen: wie Schwörmontag, Bindertanz, Einstein-Marathon, Kulturnacht und Weihnachtsmarkt-Start. Der Familienkalender kostet 9,95 Euro und ist in Buchhandlungen erhältlich.

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