Mit der Schule mitten in der Gesellschaft

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Ein Dreamteam geht in Ruhestand: Rita Kremmeter-Franz, Roland Denninger und Gerlinde Weindler.  Foto: 

Er sei die personifizierte Authentizität, eine Persönlichkeit mit dem Motto „geht nicht, gibt’s nicht“. Die Lobesworte, die Roland Denninger bei seiner Verabschiedung als Schulleiter der Erich-Kästner-Grundschule hörte, spiegelten laut Laudator OB Gerold Noerenberg auch seine berufliche Laufbahn wieder. Eine Laufbahn, bei der es Denninger gelungen sei, mit der Schule mitten in der Gesellschaft zu sein. Noerenberg bescheinigte dem scheidenden Rektor überdies Eigenwilligkeit – aber immer zum Wohle seiner Schüler.

16 Jahre leitete Denninger die Grundschule im Stadtteil Ludwigsfeld, gemeinsam mit Konrektorin Gerlinde Weindler, die er an der Grundschule Neu-Ulm Mitte kennengelernt hatte und die nun mit ihm zusammen ebenso den Ruhestand antritt wie die Verwaltungsfachangestellte Rita Kremmeter-Franz. Es sei ein „Dream-Team“ gewesen, da waren sich die Lobredner mit dem langjährigen Rektor einig. Er sei überwältigt und berührt, sagte Denninger. „Wenn man das so hört, merkt man, dass man wirklich was geschafft hat.“

Denninger, 1952 in Ansbach geboren, wechselte nach seinem Lehramtsstudium mit den Schwerpunkten Deutsch, Mathe, Sport und evangelische Religion in den Regierungsbezirk Schwaben. Nach sechs Jahren an der Hauptschule Senden war er sechs Jahre an der Hauptschule Neu-Ulm tätig, wechselte für sechs Jahre an die Grundschule Pfuhl als Konrektor und übte sich zwei Jahre an der Grundschule Neu-Ulm Mitte als Schulleiter, bevor er  in Ludwigsfeld seine Bestimmung fand.

„Wir sind mit dem Anliegen hier gestartet, Wohlfühlschule zu werden“, sagte er, eine Schule, in der sich Kinder und Lehrer gleichermaßen wohlfühlen. In den ersten Jahren entwickelten er und seine Konrektorin Weindler das Profil „Voll in Form“, das nicht nur Bewegungspausen vorsah, sondern auch Programme zu gesunder Ernährung. Gemeinsam mit dem Elternbeirat und dem Förderverein schaffte Denninger es, 2007 den Pausenhof bewegungsfreundlich umgestalten zu lassen. Dafür erlief er beim Einstein-Marathon Spenden in Höhe von mehr als 10 000 Euro.

2009 wurde an der Schule die erste gebundene Ganztagesklasse eingerichtet und seit 2012 ist die mit mittlerweile 396 Schüler zählende größte Grundschule im Landkreis Neu-Ulm auch Inklusionsschule. Während Denninger viele Verwaltungsaufgaben übernahm, etwa 2002 den Personalratsvorsitz, kümmerte sich Gerlinde Weindler vorwiegend um die Schüler. „Ich wollte nahe am Kind sein“, sagte sie, die ihre berufliche Laufbahn an der Erich-Kästner-Grundschule begann.

Zwei Nachfolger für das „Dream-Team“ gibt es bereits: Die bisherige Institutsrektorin an der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen, Simone Hell, wird die Stelle von Denninger übernehmen. Konrektorin wird Bärbel Brockmeier von der Grundschule Mitte. Lediglich, wer Nachfolger für Kremmeter-Franz im Sekretariat wird, steht noch nicht fest.

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