Mit dem Renntruck vom Donautal zum Nürburgring

Am Anfang war der Renntruck noch eine Projektarbeit von Iveco-Azubis. Inzwischen tüftelt eine Mannschaft Freiwilliger aus verschiedenen Firmen semi-professionell daran. Jetzt wurde der neue Truck enthüllt.

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So sieht er aus, der neue Iveco Stralis Race Truck, mit dem das Team Schwabentruck Lkw-Rennen gewinnen will.  Foto: 

„Eigentlich war das ein ganz schreckliches Ausbildungsprojekt“, erinnert sich Wilfried Schmid, Betriebsratsvorsitzender bei Iveco, an die Anfänge des Renntrucks vor bald 15 Jahren. Damals werkelten Iveco-Auszubildende an dem Lkw, mit dem später Rennen auf dem Nürburgring gefahren werden sollten. Und im Donautal stellte man fest: „Auf einmal hat ganz viel Material und Sprit gefehlt.“ Sagt’s und lacht dabei.

Tatsächlich sind sie bei Iveco wohl nicht wenig stolz auf das, was das Team Schwabentruck erreicht hat – obwohl das kein offizielles Iveco-Projekt ist. Deutlich zu spüren war das bei der Präsentation des neuen Renntrucks, der jetzt mit viel Tamtam und großem Gäste- und Sponsorenaufgebot dort enthüllt wurde, wo alles begann: im Iveco-Ausbildungszentrum. Dorthin, an seinen damals neuen Arbeitsplatz, hatte Georg Glöckler vor Jahren seine Idee für einen Renntruck mitgebracht. „In der Lehrwerkstatt hat das Spiel begonnen“, erzählt Glöckler. Ein Kollege hatte ihn zu Truckrennen auf dem Nürburgring mitgenommen, und Glöckler hatte sich gefragt: „Warum machen wir das nicht?“ Gesagt, getan: 2002 war nach einer Bauzeit von drei Jahren das erste Fahrzeug fertig. Auf der Rennstrecke holte der Truck mehrere vordere Plätze, bald fanden sich Sponsoren.

Heute tüftelt ein interdisziplinäres Team von bald zwei Dutzend Leuten ehrenamtlich an dem Renn-Lkw. Mit dabei sind Mitarbeiter von Iveco aus Ulm und der Schweiz, außerdem Beschäftigte von Thermo King Süd. Dazu kommen zwei Fahrer. Der neue „Iveco Stralis Race Truck“, wie er offiziell heißt, hat 560 PS, die im Rennen kurzfristig beim Beschleunigen auf 1100 PS gesteigert werden können. Die Lenkung wurde überarbeitet, die Hinterachse neu positioniert. Neu ist außerdem die orangene Farbe des Trucks.

Glöcklers Ziel für die Saison 2014? Er will unter die Top 10 kommen „und ab und zu einen Siegerpodest, dann sind wir zufrieden.“

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