Mit "Bellagio" legt Bia May ihren ersten Roman vor

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Sie steht auf der Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm - bereit zum Sprung. So lernt der Leser die 36-jährige Ela aus dem Roman "Bellagio" kennen. Geschrieben hat ihn die aus Ulm stammende Bia May. Ela springt nicht, obwohl ihr Leben eine Sackgasse zu sein scheint: Ihr 13-jähriger Sohn wird ihr gegenüber immer gewalttätiger, sie selbst ist unfähig sich zu behaupten, sie hat die vergangenen 15 Lebensjahre wie betäubt an sich vorbeiziehen lassen. Ela erkennt, dass es Zeit ist aufzuwachen. Und zwar pronto.

Das "Grand Hotel Villa Serbelloni" in Bellagio scheint die Lösung - der Ort, an dem sie vor 15 Jahren von ihrer großen Liebe Alex verlassen wurde. Der Kurzurlaub soll ihr endlich die Möglichkeit geben, sich alten Ängsten zu stellen und einen Neuanfang zu wagen. Als ein berühmter Schriftsteller, Gast des selben Hotels, ein Auge auf sie wirft und ihr prompt einen Heiratsantrag macht, scheint Elas Konzept voll aufzugehen. Doch auch Alex ist auf dem Weg nach Bellagio und sorgt dafür, dass aus dem Liebesroman doch ein Melodram wird.

"Das spannende am Romane-Schreiben ist, dass sich die Geschichte selbst entwickelt, wenn du die Charaktere nur leben und atmen lässt", sagt die in Augsburg lebende Bia May über die Arbeit an ihrem Erstling. Zuvor hatte sie hauptsächlich Drehbücher geschrieben. Die Umstellung scheint ihr gelungen zu sein: Die ausgeprägten Monologe ihrer drei Ich-Erzähler "lassen bewusst ihre Gedanken und eben nicht nur ihre Taten sprechen", sagt May.

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