Mit 100 Cheerleadern im Kampf um die Süddeutsche Meisterschaft

Mit sieben Teams gehen die Impact Cheer Innovations, die Cheerleader des TSV Pfuhl, bei der Süddeutschen Meisterschaft in der Ratiopharm Arena in Neu-Ulm an den Start. Begleitet werden sie von 513 Fans, so vielen wie nie zuvor.

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Die Cheerleader des TSV Pfuhl bei den Vorbereitungen zur Süddeutschen Meisterschaft  Foto: 

Cheerleading hat nicht im Geringsten etwas mit Puscheltanz am Spielfeldrand zu tun. Cheerleading ist harter Sport, er vereint Tanz, Akrobatik und Turnelemente. Mit Leichtigkeit werden die Mädchen in die Luft geworfen, die sogenannten Flyer, um dann wieder sicher in den Händen ihrer Teamkolleginnen zu landen. Das Training der Cheerleader vom TSV Pfuhl hat in den vergangenen Wochen deutlich angezogen, denn am 10. März finden in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena die Süddeutschen Meisterschaften statt - und da müssen die Turnerinnen gut vorbereitet sein, schließlich will man auf den vordersten Plätzen mitmischen. Diesen Anspruch hat das Team an sich selbst, wurden doch die Senior Limited Coed, die höchste Stufe des Cheerleadings, Deutscher Meister 2012. "Das Team ist zwar gut vorbereitet, doch völlig überraschend haben wir erfahren, dass unser Turnzentrum von der Stadt Neu-Ulm geschlossen wurde", beklagt der 28-jährige Trainer Marc Stang. Ausgerechnet vor den Meisterschaften müssen die Sportler nach einer Ausweichmöglichkeit suchen. Hoffnung haben Stang und sein Team, dass das Leistungszentrum des SSV Ulm ihre Halle für das Training am Samstag zu Verfügung stellt. 

"Teamgeist, Vertrauen und der Zusammenhalt" seien die wichtigsten Voraussetzungen für das Cheerleading, erklärt Sanja Berhard. Sie muss es wissen, ist sie doch Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft 2013 und reist mit ihrem Team zur Weltmeisterschaft nach Orlando in den USA. Ängstlich und zögerlich darf keines der Mädchen sein, schließlich müssen sie sich aufeinander verlassen können. Die mehrfache Deutsche Meisterin erkennt gleich, ob sich ein Mädchen für die Base oder als Flyer eignet. Für die Trainerin wäre eine Kombination aus beiden Elementen, also Sprünge und das Auffangen, der Idealfall.

"Am Sonntag werden wir mit sieben Teams antreten, mit so vielen sind wir noch nie angetreten", erzählt die 26-jährige Trainerin. Worauf  achtet die Jury bei einer Meisterschaft? Es gibt weder eine Kür noch ein Pflichtprogramm, allerdings werden einige Elemente, wie Pyramide, Sprünge und Tanzelemente erwartet. Sprünge werden höher gewertet als zum Beispiel Tanzeinlagen.  Bewertet wir auch der "overall impression, also der Gesamteindruck der Teams, "und da sind wir sehr stolz, dass wir für unsere Mädels ein einheitliches Dress schneidern ließen", freut sich Marc Stang.

Begleitet werden die Impact Cheer Innovations von dem größten Fanblock in der Geschichte der Regionalmannschaften: 513 Fans, mehr als ein Drittel der gesamten Zuschauerzahl, werden am Sonntag in der Arena ihr Team anfeuern. In erster Linie Familienangehörige, Verwandte und Freunde der Sportler. "Leider ist Cheerleading immer noch eine Randsportart, trotzdem haben wir einen riesigen Zulauf", sagt Sanja Bernhard. Der Verein hat ein sehr hohes Leistungsniveau und bietet Sportlern die nötigen Voraussetzungen. Nur eines beklagt Bernhard: Sie wünscht sich, dass sich mehr Jungs für diesen Sport begeistern könnten.

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