Mileva und der Wein aus Serbien

Das Donaubüro Ulm/Neu-Ulm nimmt den Tourismus in den Blick. Und warb jetzt in Serbien auch für den Besuch des Donaufests 2014.

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Sabine Meigel führte fürs Donaubüro eine Ulmer Delegation zur Tourismusmesse in Belgrad. Foto: Donaubüro

Die Sache ist klar wie Quellwasser der Donau: "Beim Thema Tourismus hat man niedrige Barrieren, um etwas in Gang zu bringen", sagt der Ulmer Bürgermeister Gunter Czisch. So versteht er es als vornehme Aufgabe des Donaubüros Ulm/Neu-Ulm, dessen Mitgeschäftsführer er ist, auf diesem Feld zu wuseln, Kontakte zu knüpfen und Projekte wie Transdanube für sanftes Reisen anzukurbeln, von denen die Partner donauabwärts unmittelbar was haben. "Da muss man eben nicht erst ein Klärwerk bauen."

Czisch: "Das Thema Tourismus beschäftigt uns in verschiedenen Facetten und stiftet vielfältig Nutzen." Auch nachhaltig in eigener Sache. So war jetzt eine Ulm/Neu-Ulmer Delegation auf der Reisemesse "International Fair of Tourism" in Belgrad, im Boot der Deutschen Zentrale für Tourismus. Ein lukratives Gastspiel nicht zuletzt für den Heimatmarkt bei 60 000 Besuchern aus 43 Ländern und der Erkenntnis, dass immer mehr Deutschlandreisende aus Südosteuropa kommen.

So war denn auch Wolfgang Dieterich von der Ulm/Neu-Ulm Touristik mit dabei: "Das war eine Premiere für mich, wir waren erstmals auf diesem Markt präsent." Tatsächlich tauchen die Serben in Ulm noch gar nicht eigens in der Statistik auf - anders als die Rumänen, bei denen 2012 eine Steigerung um 100 Prozent zu verzeichnen war, natürlich auch wegen des Donaufests.

Gerade fürs Donaufest haben die Ulmer in Belgrad geworben, da kam auch die parallel laufende Weinmesse zupass. Dieterich: "Interessant fürs Donaufest", auf dem der bisher schier übermächtige Tokajer aus Ungarn bei der nächsten Auflage 2014 Konkurrenz bekommen könnte. So lange lässt Besuch aus Serbien aber gar nicht auf sich warten. In Kürze will eine Tourismusdelegation aus der Vojvodina vorbeischauen, ein Kamerateam hat sich zum Fischerstechen im Juli angekündigt und Städtereiseveranstalter wollen künftig auch Ulm ansteuern - nicht zuletzt wegen Albert Einsteins erster Ehefrau Mileva aus Serbien.

Das Land rückt schließlich auch durch die Marktöffnung für Fernbuslinien näher - in beide Richtungen. So ist Serbien seinerseits für Naturtouristen oder Ulmer mit Familiengeschichte im Balkanraum interessant. Czisch: "Da tut sich viel."

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