Messe: Unterschiedliches Stimmungsbild auf der "Leben Wohnen Freizeit"

Geteilte Meinungen: Noch zwei Tage präsentiert die Messe "Leben Wohnen Freizeit" ein breites Angebot. Die Veranstalter hoffen auf eine positive Bilanz.

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400 Aussteller auf 28.000 Quadratmetern; bei den erwarteten 80.000 Besuchern an den neun Tagen aus dem Vorjahr, ergäbe das rein statistisch etwa 22 Interessierte pro Stand täglich. Vorausgesetzt natürlich, jeder Besucher bliebe an jedem Stand stehen. "So viele Menschen habe ich hier in den sechs Tagen aber noch nicht gezählt", schätzt Manfred Groneck in Halle 3. Der Münsteraner, der mit nachgebauten Wespennestern die unliebsamen Insekten aus dem Garten fernzuhalten verspricht, will in den verbleibenden zwei Messetagen zumindest seine Standmiete reinholen. "Hier ist ein Trend verpasst worden", meint Groneck, "das ist die schlimmste Messe, die ich hatte."

Neben den kleineren Ausstellern, die auf den Verkauf angewiesen sind, präsentieren sich auf der 44. Frühjahrsmesse LWF auch viele große Unternehmen: Von bauen, modernisieren, Energie, schöner Wohnen, kochen, Gesundheit und Wellness bis zu den neuesten Lifestyle-Trends. "Wir haben viele Firmen hier, die zufrieden sind mit dem Besucherandrang", sagt die Veranstalterin Michaela Vogel von der Ulmer Ausstellungsgesellschaft (UAG). Gleichwohl weiß sie, dass Statistik nichts mit Verteilungsgerechtigkeit zu tun hat: "Ich kann den Besuchern nicht ihren Weg und ihr Kaufverhalten vorschreiben." Sie spricht aber auch von einer "Umstrukturierung der Besucherstruktur".

Viele Interessierte kämen mittlerweile auch extra zur integrierten "Kunst Schimmer"-Verkaufsausstellung, die mit über 90 Ausstellern schon zum dritten Mal dabei ist. Neben moderner Fotokunst, traditionellen Gemälden und Filzkunstwerken präsentiert sich dort auch die Kreativschmiede Ulm mit ihrer auf 125 Exemplare limitierten Münster-Uhr anlässlich des 125-jährigen Turmjubiläums.

Neben der Kunst und den einzelnen Ausstellern bietet die LWF ein buntes Rahmenprogramm, das am Wochenende neben Koch- und Modenshows auch mit Tanzvorführungen aufwartet. Besonders die ökologischen Angebote seien bei den Besuchern beliebt: gesund essen, bauen mit nachwachsenden Rohstoffen und Naturheilmittel. Auch die Stadtwerke Ulm präsentieren sich in der Messehalle Umweltbewusst. "Wir wollen die Umweltorientierung auch bei uns weiterführen und ausbauen", sagt Frank Gehweiler am SWU-Stand. Dort können die Messebesucher auf einem Fahrrad Kilowattstunden für einen guten Zweck erradeln, sondern auch ihre Plastiktüten abgeben und gegen einen Stoffbeutel eintauschen.

"Anders als vielleicht vermutet", sagt Michaela Vogel, "hat der frühe Messetermin in den Ferien den Besucherzahlen nicht geschadet." Besonders am Faschingsdienstag sei viel Publikumsverkehr da gewesen. Sie rechnet damit, heuer wie im Vorjahr 70.000 bis bis 80.000 Besucher zu verbuchen.

Info Die "Leben Wohnen Freizeit" auf dem Ulmer Messegelände hat heute und morgen geöffnet, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Preise: Tageskarte 7 Euro, nach 16 Uhr 3 Euro, Kinder 6 bis 14 Jahre 3 Euro. Das Rahmenprogramm steht unter www.uag.

 

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