Mesale Tolus Sohn Serkan kommt vorerst nicht nach Neu-Ulm

Mesale Tolus zweijähriger Sohn bleibt vorerst bei seiner Mutter in Istanbul. Tolus Tante berichtete den Landtags-Grünen von der Inhaftierungssituation ihrer Nichte.

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Mesale Tolus Sohn kommt vorerst nicht nach Neu-Ulm.  Foto: 

Was ist besser für Mesale Tolus Sohn Serkan? Soll er bei seiner seit fast sechs Monaten in Istanbul im Gefängnis sitzenden Mutter bleiben oder lieber – zumindest übergangsweise – zur Familie nach Neu-Ulm gebracht werden? Darüber hatte Tolu am vergangenen Montag gemeinsam mit ihrer Familie beratschlagt. Wie der „Solidaritätskreis für Mesale Tolu“ jetzt auf Anfrage mitteilt, ist eine Entscheidung gefallen. Der Zweijährige bleibe zunächst bei seiner Mutter, heißt es, ohne dass weitere Details genannt werden. Der Prozess gegen die 33-jährige Journalistin, die wegen „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ angeklagt ist, war vergangene Woche auf den 18. Dezember vertragt worden.

Unterdessen hat Mesale Tolus Tante Silvia Tolu die Landtagsfraktion der Grünen über die Inhaftierungssituation ihrer Nichte informiert und die Abgeordneten um Hilfe bei der Freilassung gebeten. „Die Fraktion sicherte der Familie volle Unterstützung zu“, heißt es in einer Mitteilung der Grünen. Fraktionsvorsitzender Andreas Schwarz: „Wir unterstützen die Bemühungen der Bundesregierung für eine schnelle Freilassung, ungehinderten konsularischen Zugang und ein zügiges, faires Verfahren.“ Man werde sich zudem in Baden-Württemberg politisch dafür stark machen, dass die Verbindungen, die es in Medien, Kultur und Wissenschaft noch gibt, weiter gestärkt werden.

Der Ulmer Grünen-Abgeordnete Jürgen Filius fügt hinzu: „Ein Land wie Deutschland darf sich nicht erpressen lassen und muss alles tun, dass für deutsche Staatsbürger zumindest ein faires Verfahren gewährleistet wird.“

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Themenschwerpunkt

Der Fall Mesale Tolu

Seit Ende April 2017 sitzt die deutsche und in Ulm geborene Journalistin Mesale Tolu in einem türkischen Gefängnis. Der Vorwurf: „Terrorpropaganda“ und „Mitgliedschaft in einer Terrororganisation“.

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