Mein Lauf – SWP-Redakteur auf der Halbmarathonstrecke

SWP-Chef Stefan Czernin ist auf die Halbmarathondistanz gegangen. Ein laufender Bericht von der Strecke.

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Stefan Czernin ist beim Halbmarathon gestartet  Foto: 

Die Zahl 1:55 steht auf der Flagge im Starterfeld des Einstein-Marathons in Höhe des Ulmer Messegeländes. Um 9 Uhr ist es noch ulmerisch nebelig, es soll aber bald besser werden.  Mein Ziel ist es, den Halbmarathon in unter zwei Stunden zu laufen, nachdem meine bisherige Bestzeit bei 2:06 liegt.

Im Getümmel

Ein wenig erinnert die Zielzeit-Flagge an die Banner, die japanische Samurai im Mittelalter ins Feld führten. Getragen wird sie von Sabine, deren blonder Pferdeschwanz nach dem Startschuss alsbald im Getümmel Richtung Thalfingen verschwindet. Zugläufer sind eine super Sache, weil sie einen davor bewahren, mit Filzstift irgendwelche Zwischenzeiten auf seinen Unterarm kritzeln zu müssen.

Auf den ersten Kilometern sortiert sich das Feld, um Anschluss an Sabine zu halten, sind kurze Sprints im Seitenstreifen der Thalfinger Uferstraße angesagt. Dann geht es entspannter voran über die Felder. Mit in Sabines Gefolgschaft  ist Daniel. Es ist sein erster Halbmarathon, mein dritter. Dafür war er schon beim ein oder anderen Triathlon am Start.

In Offenhausen umfängt uns die Stadt wieder, die Zuschauerreihen werden dichter, es gibt Live-Musik. Und damit verbunden einen Motivationsschub.  Mein persönliches musikalische Highlight erlebe ich an der Glacis-Galerie: Ein Bad-Religion-Song, gespielt von Farmer Sally.

Science-Fiction

Die Strecke schlängelt sich durch Neu-Ulm und Ulm. Die Stimmung am Streckenrand ist gut, trotzdem werden die Beine müde. Und mögen kein Kopfsteinpflaster mehr. Am letzten Versorgungsstand geht mir Sabine verloren. Fies ist die ansteigende Hirschstraße, allerdings werden die Läufer dort auch von den Zuschauern ein Stück weit hinaufgebrüllt, angefeuert.

Im Ziel hüllen sich die allermeisten Läufer in eine Alurettungsdecke. Es sieht aus wie auf einer Raumstation in einem 70er-Jahre-Science-Fiction-Film. 1:56 ist meine Zielzeit. Eine Helferin hängt mir die Finisher-Medaille um.  Die bekommt jeder, es fühlt sich trotzdem gut an.

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