Mehr Komfort für Radfahrer in Ulm

Mit mehr Komfort für Radfahrende möchte das Aktionsbündnis "FahrRad in Ulm", dem auch die Stadtverwaltung angehört, den Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen in der Innenstadt bis 2020 auf 20 Prozent steigern. Haltegriffe und Fußabstellmöglichkeiten an Ampeln in der Innenstadt werden derzeit angebracht, um Bürgern der Stadt das Fahrrad statt dem Auto attraktiv zu machen.

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  • Warten bis die Ampel auf "Grün" umstellt - das wird Fahrradfahrern nun in der Ulmer Innenstadt überall dort, wo Radwege die Straßen kreuzen, deutlich erleichtert. 1/3
    Warten bis die Ampel auf "Grün" umstellt - das wird Fahrradfahrern nun in der Ulmer Innenstadt überall dort, wo Radwege die Straßen kreuzen, deutlich erleichtert. Foto: 
  • Griffe an Ampeln erleichtern den Radfahren den Halt. 2/3
    Griffe an Ampeln erleichtern den Radfahren den Halt. Foto: 
  • Zusätzlich bieten "Radhäuser" am Deutschhaus, Radhaus und im Dichterviertel, an der Treppe des Bahnhofstegs, sichere Parkgelegenheiten für Zweirradfahrer. 3/3
    Zusätzlich bieten "Radhäuser" am Deutschhaus, Radhaus und im Dichterviertel, an der Treppe des Bahnhofstegs, sichere Parkgelegenheiten für Zweirradfahrer. Foto: 
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Zusätzlich bieten "Radhäuser" an zentralen Orten sichere Parkgelegenheiten. Mit einer FahrRad-Aktionswoche vom 7. bis 13. April 2014 stellt das Bündnis rechtzeitig zum schönen Wetter Radtouren, Tipps und Tricks rund um das Rad den Bürgern vor.

Warten bis die Ampel auf "Grün" umstellt – das wird Fahrradfahrern nun in der Ulmer Innenstadt überall dort, wo Radwege die Straßen kreuzen, deutlich erleichtert. Mit dem Rad fahren statt dem Auto, ist wieder "in" - das ist das angestrebte Ziel des Aktionsbündnisses "FahrRad in Ulm", dem unter anderem die Stadt Ulm, der ADFC, BUND, Polizei Ulm, UNT und das City Marketing angehören. Bis 2020 möchte das Bündnis den Radverkehrsanteil von elf auf 20 Prozent in Ulm steigern.

Um das Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung zu fördern, mehr Menschen sicher aufs Rad zu bringen und ihnen die Freude am Radfahren näher zu bringen, hat die Stadt zusätzlich zu Radwegen und Radschutzstreifen in Ulm gelbe Ampelgriffe und Fußabstellmöglichkeiten, eine so genannte "FußHalte", angebracht. Ampeln am Ostplatz, Willy-Brandt-Platz sowie an den Einmündungen der Platzgasse und der Salzstadelgasse in die Olgastraße sind bereits schon ausgestattet worden. Für Radfahrer haben Ampelgriffe und "FußHalte" den Vorteil, schnell und bequem, ohne absteigen zu müssen, durch die Stadt radeln zu können.

Für sicheres Parken der Räder hat die Stadt Ulm in Zusammenarbeit mit der Ulmer Parkbetriebsgesellschaft mbH Parkhäuser für Fahrräder - "Radhaus" genannt - an öffentlich und zentral zugänglichen Orten eingerichtet. Am Deutschaus, Rathaus und im Dichterviertel, an der Treppe des Bahnhofstegs, finden Zweirrad-Parkplatzsuchende eine sichere, hochwertige und vor allem trockene Lösung. Ob für ein paar Stunden, einen ganzen Tag oder längerfristig - für eine Mietgebühr von 1,00 Euro für vier Stunden, bis hin zu einem Jahresmietvertrag von 95,-Euro,  ist das Fahrrad gut aufgehoben. Trotz der vielen Abstellmöglichkeiten, wie beispielsweise noch am Bahnhof, die dort viel Platz beanspruchen. "Die Radhäuser laufen nicht schlecht an", sagt Klaus Lindner, Betriebsleiter der Ulmer Parkbetrieb GmbH.

Lindner sieht die vollautomatisierte Fahrradanlage am Deutschhaus, für die die Gesellschaft zuständig ist, noch in der Anlaufsphase. „Derzeit haben wir 16 Jahresmieter für die mit 66 Stellplätzen große Anlage. Allein am verkaufsoffenen Sonntag hatten wir 12 Kunden. Unsere Radbox dient zur Beobachtung des Marktes und in erster Linie möchten wir Erfahrungen sammeln und Kunden-Szenarien beobachten", sagt der Betriebsleiter der Ulmer Parkbetriebsgesellschaft mbH. Denn das Parkhaus soll Vorreiter für die geplante unterirdische Tiefgarage mit bis zu 500 Stellplätzen unter dem Bahnhof sein. Größere Kosten für die Anlage mussten nicht getätigt werden.

Rechtzeitig zum schönen Wetter findet vom 7. bis 13. April 2014 die "FahrRad"-Aktionswoche statt. Die Aktion möchte die Menschen für mehr Radfahren in der Stadt mobilisieren, denn Bewegung auf dem Zweirrad hat nicht nur Vorteile für den Einzelnen. Die Umwelt bedankt sich ebenfalls.
Das Bündnis begann die Woche mit einer "Brötchentütenaktion" für Radfahrer, weiter ging es mit organisierten Radtouren des ADFC. Vorträge, Tipps und Tricks rund um das Rad, Diskussionsrunden, eine BMX-Show am Roxy und weitere tolle Angebote werden während der Woche angeboten. Am Donnerstag folgt eine Sitzung des Facharbeiterkreises der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg, der über die Förderung des Radverkehrs diskutiert. Höhepunkt und zugleich Abschluss der Woche wird am Samstag, 12. April, der zweite "FahrRad"-Aktionstag am Hans-und-Sophie-Scholl-Platz und am Judenhof mit etlichen Aktionen sein. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Stadt Ulm.
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Kommentare

10.04.2014 18:49 Uhr

Mehr Komfort?

Gehören die neuen Kamikaze-Fahrradstreifen vor dem alten Friedhof auf der Frauenstr. zu dieser Komfort-Initiative auch dazu?

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