Mehr Geld für Neu-Ulmer Sportvereine

Die Stadt erhöht ihre Sportförderung sukzessive auf jährlich 100.000 Euro.

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Symbolbild  Foto: 

Für die Neu-Ulmer Sportvereine steht bald mehr Geld zur Verfügung: Wie der Ausschuss für Bildung, Familie und Kultur am Mittwoch einstimmig beschlossen hat, wird die Sportförderung von derzeit rund 75.000 Euro von 2018 an jährlich um 5000 Euro erhöht, bis 100.000 Euro erreicht sind.

Immer mehr Vereine mit immer mehr Mitgliedern hatten sich in den vergangenen Jahren die immer gleichbleibende Summe teilen müssen. Es braucht kein Mathegenie, um wie Ralph Seiffert festzustellen: „Jeder einzelne erhält weniger.“ Der Fachbereichsleiter für Schulen, Kultur, Sport und Soziales erklärte zu den überarbeiteten Richtlinien: „Inhaltlich haben wir nichts groß gedreht.“

Wettkämpfer bekommen Frist

Ein paar Kleinigkeiten, die den Vereinen die Arbeit leichter machen dürften, sind aber doch neu. So sei die Förderung hauptamtlicher Trainer bislang nicht geregelt gewesen, sagte Seiffert. „Wir wollen diese professionelle Arbeit unterstützen.“ Das heißt: Künftig können maximal 25 Prozent der Lohnkosten – höchstens aber 15.000 Euro pro Jahr – gefördert werden. Zuschüsse für Übungsleiter werden weiter nach erbrachten Stunden berechnet.

Eine weitere Neuerung gibt es bei der Förderung von Wettkampf-Teilnehmern. Seiffert: „Das ist mittlerweile ein Fass ohne Boden geworden, es gibt sehr viele Einreichungen.“ Bislang wurden Sportlern je nach Haushaltslage Reisekosten und Teilnahmegebühren für bayerische Meisterschaften oder höher angesiedelte Wettkämpfe bis zu 50 Prozent erstattet. Neu ist eine Antragsfrist sowie ein eigener Topf für die Wettkampf-Förderung: Insgesamt 10.000 Euro pro Jahr stehen künftig zur Verfügung, die Sportvereine können jeweils bis zum 1. November ihre Anträge stellen.

Die Fraktionen freuten sich reihum: „Ein starkes Signal an die Vereine“, befand Christa Wanke (FDP). Bernhard Maier (CSU) lobte, dass anerkannt werde, was Sportvereine leisten. „Sie machen über den Sport hinaus Dinge, die in der Stadt positiv wirken.“ Einen Wunsch hatte der Stadtrat trotzdem noch: Er hat ausgerechnet, dass die Stadt die Übungsleiter mit 94 Cent pro Stunde fördert und findet: „Das kann man anheben.“ Zum Beispiel auf 1,50 Euro, was die Stadt dann 20 000 Euro kosten würde. Die Reaktion von OB Gerold Noerenberg: „Man hält dem Stadtrat die kleine Wurst hin und er schnappt nach der großen.“ Die wollten auch noch andere haben. Rudolf Erne (SPD) zum Beispiel: „Die Übungsleiterzuschläge sollten erhöht werden, vielleicht auch Stückle für Stückle.“ Vielleicht – aber nicht in dieser Sitzung.

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