Mehr als 30 Meter hoch: Neubauprojekt am Ehinger Tor

Das Umfeld der Haltestelle Ehinger Tor ist ziemlich trist. Das soll sich ändern durch einen parallel zu den Fahrspuren liegenden Neubau mit hohem Eckbau für Läden, Büros, Wohnungen. Das Bauverfahren läuft.

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Baubürgermeister Alexander Wetzig und Stadtplaner Volker Jescheck waren ganz schön baff: Mit einem ehrgeizigen Bauprojekt am Ehinger Tor waren sie in dieser Woche in den Bauausschuss gegangen, und was schallte ihnen entgegen? Höher! Höher! Höher!

Nun sollen im von den Stadträten einstimmig aufgestellten Bebauungsplan nach Prüfung neun statt nur sieben Geschosse ermöglicht werden. Die Meinungen zum Hochhausbau in Ulm hörten sich auch schon ganz anders an. Allerdings überzeugten die Pläne die Stadträte architektonisch wie städtebaulich.

Die Firma Munk Immobilien will an diesem Ulmer Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs einen Gebäudekomplex bauen, der den bestehenden Flachbau und ein anschließendes Haus um die Ecke in der Schillerstraße ersetzt. Aus einem Gutachterverfahren unter drei Architekturbüros ging das Ulmer Büro Mühlich, Fink und Partner als Sieger hervor. Es hat auch den Entwurf für das benachbarte Daiber-Areal zur Bahn hin am Zinglerberg geliefert, das gerade überbaut wird, dieser Komplex wird seiner Form nach UZ oder auch Ulmer Zentrum genannt. Von diesem Projekt ging für FWG-Stadtrat Gerhard Bühler letztlich auch das Signal für das Bauvorhaben jetzt am Ehinger Tor aus.

Es besteht aus einem langgestreckten Bau entlang der Haltestelle und mündet in ein Eckhaus an der Schillerstraße. Im Erdgeschoss sind Läden vorgesehen. Jescheck: „Das stärkt den Nahversorgungsstandort.“ Denkbar sind Metzger, Bäcker, Bank, Kiosk, Fahrkarten, Blumen. Darüber sitzen Bürogeschosse, darüber Wohnungen. Oberirdisch und in einer Tiefgarage werden dazu 46 Stellplätze geschaffen.

Hartmut Pflüger (SPD) befand: „Jede Veränderung an dieser Stelle tut gut. Es täte auch gut, noch etwas höher zu gehen.“ Und zwar um mindestens zwei Geschosse. Herbert Dörfler (CDU): „An dieser Stelle ist eine Höherentwicklung möglich.“ Jescheck überreißt: „30 bis 33 Meter dürften kein Problem sein.“ Allerdings will er das Projekt in die Ulmer Hochhausstudie „einspielen“, wo also wie hoch gebaut werden darf. Wofür hat man sie schließlich.

Annette Weinrich (Grüne), die überhaupt die urbane Qualität des Entwurfs lobte, toppte die Euphorie dann noch: „Warum machen wir das nicht so hoch wie das Universum-Center?“ Da schnappte Wetzig aber schon gefährlich nach Luft.

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