Medizinstudenten für Hilfsprojekt ausgezeichnet

Hohe Auszeichnung für "Medinetz Ulm", eine Initiative von Ulmer Medizinstudenten.

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Für ihren Einsatz bei der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen hat die Gruppe am Mittwoch in Stuttgart anlässlich der Verleihung der baden-württembergischen Landeslehrpreise einen Sonderpreis erhalten. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer würdigte damit den "außerordentlichen Einsatz" der Studenten.

Der Ulmer Ableger von Medinetz hat aktuell 38 Mitglieder - darunter 15 Aktive - und wurde 2009 gegründet. Seither kümmern sich die Studenten um die medizinische Versorgung von Obdachlosen und Flüchtlingen. Dazu hält Medinetz regelmäßig Sprechstunden in den Räumen des Deutschen Roten Kreuzes in der Frauenstraße ab. Patienten im engeren Sinne behandeln dürfen die Studenten nicht, weil ihre ärztliche Approbation noch aussteht. Bei Bedarf vermitteln sie erkrankte Menschen aber an Ärzte weiter, die dann eine Gratis-Behandlung übernehmen. "Jeder Mensch sollte Zugang zu medizinischer Versorgung haben", sagt Undine Birke, die ihr Medizinstudium kürzlich erfolgreich abgeschlossen hat und die den Preis am Mittwoch stellvertretend für die Gruppe entgegennahm.

Alle Studenten bei Medinetz Ulm engagieren sich unentgeltlich. Medikamenten-, Labor- und Behandlungskosten werden größtenteils über Mitgliedsbeiträge und Spenden gedeckt. Gerade in medizinischen Notfällen sei jedoch eine finanzielle Planungssicherheit nicht immer gewährleistet. "Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro wird unsere Arbeit erheblich unterstützen", freut sich Birke. Für Prof. Tobias Böckers, Studiendekan Humanmedizin an der Universität Ulm, ist die Initiative "beeindruckend, wegweisend und ermutigend".

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