Medientag lotet Suchtrisiko von Smartphones aus

Beim 3. Medienkompetenztag in Ulm standen Tablets, WhatsApp und das Smartphone im Mittelpunkt.

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Rund 80 Erwachsene sowie 80 Kinder waren dabei, Barbara Münch, Sprecherin des Mediennetzes als Veranstalter: "Wir haben von den Erwachsenen sehr viele positive Rückmeldungen bekommen, die Kinder waren eifrig bei der Sache." So drehten sie in Workshops kleine Stop-Motion-Trickfilme.

Prof. Christian Montag, Psychologe an der Uni Ulm, sprach über das Suchtpotenzial neuer Medien. Etwa ein Prozent der Deutschen sei internetabhängig, in Asien seien es sieben. Die Ursachen dafür sind noch nicht eindeutig, aber es gibt Hinweise, dass genetische wie Umweltfaktoren eine Rolle spielen. Interessant sei, sich bewusst zu werden, wie viel Zeit man mit mobilen Geräten verbringt. Einer Studie Montags zufolge nutzen die Teilnehmer ihr Smartphone im Schnitt 160 Minuten täglich zu Privatzwecken, davon 20 Prozent mit WhatsApp und 10 Prozent mit Facebook. Um dies besser zu kontrollieren, solle man zum Beispiel eine Armbanduhr tragen statt die Smartphone-Uhr zu nutzen. Weitere Tipps: Smartphone aus dem Schlafzimmer verbannen und abends keine Mails mehr checken. Für Kinder sei es wichtig, "echtem" Spiel mit körperlicher Bewegung im direkten Kontakt mit anderen nachzugehen. Dadurch werden motorische und soziale Fähigkeiten gefördert.

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