McDonald's-Container soll nun neben die Hirsch-Apotheke

Der Standort für den McDonald’s-Container mitten in der Bahnhofstraße verursacht Ärger – bei Anliegern und Bürgern. Angedacht ist jetzt, den Container auf den Berblinger-Brunnen zu setzen.

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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm wird sich in der kommenden Woche mit den Händlern zu einem Info-Gespräch treffen. Thema: das Provisorium in der Bahnhofstraße, das McDonald’s wegen des geplanten Einkaufszentrums Sedelhöfe beziehen will. Der Handel hatte größte Bedenken angemeldet gegen diesen Standort – und das aus mehrerlei Gründen. Zum einen wegen der verengten Laufwege auf beiden Seiten des 9 Meter breiten und 23 Meter langen Containers. Zum anderen befürchteten Anlieger, dass sich Touristen von „dem Riegel“ abschrecken lassen und am Container wieder kehrt machen.

Laut IHK soll jetzt ein Alternativ-Standort sowohl McDonald’s als auch der Stadtverwaltung und den örtlichen Händlern unterbreitet werden: direkt auf dem Berblinger-Brunnen. „Da passt das Ding prima hin“, sagte Josef Röll, Referent für Handel bei der IHK Ulm. Zumal die Kundenfrequenz dort um einiges höher sei als in der Bahnhofstraße. Ein weiterer Vorteil laut Röll: Der Standort zwischen Schuhgeschäft Deichmann und Hirsch-Apotheke lasse Fußgängern auf beiden Seiten des Containers wesentlich mehr Platz zum Durchkommen.

Wie von einer Pressesprecherin von McDonald’s Deutschland Region Süd gestern zu erfahren war, erarbeite die Fast-Food-Kette gemeinsam mit der Stadt eine Lösung, „die für alle Parteien zufriedenstellend ist und sich in das optische Gesamtbild einfügt“. Die Sprecherin legte Wert auf die Feststellung, dass es sich bei dem geplanten Provisorium nicht um einen „normalen Baustellencontainer“ handelt. Eine zentrale Lage sei dabei wichtig und auch, dass McDonald’s seinen Gästen die komplette Produktpalette anbieten könne. Im Sommer werde es voraussichtlich zu der Übergangslösung kommen, die so lange bestehen werde, bis McDonald’s in das Einkaufszentrum ziehen könne. „Wir planen im neuen Einkaufszentrum Sedelhöfe ein traditionelles McDonald’s-Restaurant mit einer Fläche von circa 400 bis 500 Quadratmetern.“

Bis es soweit ist, kommt also der Container. Vor allem der zunächst angedachte Standort zwischen Peek & Cloppenburg und Galeria Kaufhof findet bei den meisten Passanten wenig Gegenliebe. Ralf Stengel (49) spricht von einem „Mahnmal in der Fußgängerzone, das die Menschen künftig hoffentlich davon abhält, bei McDonald’s essen zu gehen“. Für Pascal Zwengauer (24) ist der Container ein solches Ärgernis, dass er dann lieber im Blautalcenter oder in Ehingen einkaufen will.

Horst Eggermann (72) hat Verständnis für die Container-Lösung. „Aber ein, zwei Nummern kleiner wäre deutlich besser.“ Sibylle Bischof (41) findet die Pläne der Stadt „einfach deplatziert“ und will den Container keinesfalls betreten – auch wenn Sohn Simon (9) da heftig protestiert. Jürgen Meier (41), der sich als Apfeltaschen-Fan der Burger-Kette outet, kann die Aufregung dagegen nicht nachvollziehen. „Das ist doch nur eine Übergangslösung. Hier gibt’s so viele hässliche Baustellen, da kommt’s auf eine mehr oder weniger nicht an.“

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