Matinee zu erstem deutschen Hörspiel "Ulysses"

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James Joyce den Menschen verständlich machen will Hörspiel-Regisseur Klaus Buhlert. Foto: Oliver Schulz

Wer hat Angst vor James Joyce? Diese an Dramatiker Edward Albee angelehnte Frage stellte sich vor etwas mehr als zwei Jahren die Hörspielredaktion des Radiosenders SWR 2. Die Antwort von SWR-Chefdramaturg Manfred Hess und Regisseur Klaus Buhlert lautet: Niemand sollte diesen wortgewaltigen, irischen "Klassiker der Postmoderne" scheuen. Auch nicht dessen nach "Finnegans Wake" zweitfurchteinflößendstes Werk "Ulysses", eine in 18 Kapiteln an einem Tag in Dublin angelegte Art moderner Odyssee.

Weshalb die Geschichte um Leopold Bloom und den verarmten Künstler Stephen Dedalus eigentlich "ziemlich dürftig" ist, und wie sie sich auch komplett dünkellosen Menschen erschließt, das haben die beiden Köpfe hinter "Ulysses - Keine Angst vor James Joyce!" am Sonntagvormittag in der Galerie der SÜDWEST PRESSE erläutert. Moderator und Kulturressortleiter Jürgen Kanold sowie etwa 100 Interessierten spielten sie ein bei der Arbeit an ihrem 22-stündigen Mammutprojekt entstandenes Video und mehrere Kostproben dieser ersten deutschen Hörspielfassung vor. Als Sprecher sind daran etwa die Schauspieler Manfred Zapatka, Dietmar Bär, Corinna Harfouch und Jens Harzer beteiligt. "Stellen Sie sich vor, wie sie bei Ihrem ersten Besuch Ulm erkundet haben", schloss Buhlert die knapp zweistündige, vom Sendener Trio "Beara" stimmungsvoll umrahmte Matinee. Straße für Straße, Altstadthaus für Altstadthaus. "Genau so sollten Sie sich in das Labyrinth von James Joyce begeben."Info Ausgestrahlt wird "Ulysses - Keine Angst vor James Joyce!" am 16. Juni, ab 8 Uhr, auf SWR 2.

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