Masterplan: Streit ums Erstgeburtsrecht

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Der Erfolg hat viele Väter. Die Diskussion über die "Jobmaschine Wissenschaftsstadt" (Chefstadtplaner Volker Jescheck) untermauerte diese Weisheit. Sprecher aller Fraktionen äußerten sich zwar begeistert über die Entwicklung und rühmten den Masterplan, durch den der Campus Struktur, Gestalt und Gehalt gewonnen habe. Nicht zuletzt das Helmholtz-Institut für elektrochemische Energiespeicherung, das 2013 entsteht, wird als großer Zugewinn gerühmt. Herbert Dörfler (CDU) sagte, der gerade zurückgetretenen Wissenschaftsministerin Annette Schavan gebühre für ihren Einsatz größter Dank.

Weniger einig sind sich die Fraktionen in der Frage, auf wen es zurückzuführen ist, dass der international renommierte Stadtentwickler Kees Christiaanse seine ordnende Hand überhaupt anlegen und den 2009 vorgelegten Masterplan entwickeln konnte. Baubürgermeister Alexander Wetzig wies diesen Akt vorausschauender Planung dem Gemeinderat zu, namentlich dem vor ihm sitzenden Fachauschuss.

Grünen-Fraktionschefin Birgit Schäfer-Oelmayer hingegen reklamierte familiäres Erstgeburtsrecht. Ihr Mann Thomas habe in seiner damaligen Eigenschaft als Landtagsabgeordneter mit einer Großen Anfrage in Stuttgart erst auf die Planungsnotwendigkeit aufmerksam gemacht.

Das sei ein Jahr nach der Initiative des Gemeinderats gewesen, widersprach Wetzig. Während Dörfler die anfänglich kritische Haltung der Grünen in Erinnerung rief: "Sie waren als einzige gegen die Wissenschaftsstadt."

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