Manöverkritik nach Hundeschau

Anwohner haben sich über Lärm und Falschparker beschwert. Künftig soll es besser klappen, gelobt die Stadt.

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Das Stadion gehörte den Schäferhunden.  Foto: 

Hundegebell, nicht gleich beseitigte Kothaufen und wieder Falschparker mit Hundeanhängern und ausländischen Kennzeichen. So lassen sich die 20 Beschwerden am extra eingerichteten Bürgertelefon zusammenfassen – nach der Bundessiegerzuchtschau mit 1666 Schäferhunden, mindestens doppelt so vielen Teilnehmern aus 50 verschiedenen Ländern und insgesamt 13 000 Besuchern. Das bedeutete für Anlieger des Donaustadions: morgens um 6.20 Uhr von Lautsprecher-Durchsagen geweckt zu werden; vier Tage lang Hundegebell, wenn die Tiere in ihren Boxen in den offenstehenden Autos bleiben müssen; Teilnehmer hätten trotz Verbots samt Hundeanhänger wieder auf dem Schulhof der Friedrichsau-Grundschule und nachts auf dem nahen Wohnmobilparkplatz geparkt. Dies war nur tagsüber erlaubt.

OB Czisch hat nicht geantwortet

„Wir bedauern dies sehr, auch der Veranstalter war verärgert, dass sich Autofahrer nicht an die Abmachungen gehalten haben“, sagt Gerhard Semler, der Leiter der Abteilung Bildung und Sport. Deshalb werde zeitnah mit allen Beteiligten  – der Veranstalter ist der Landesverband Württemberg der Schäferhundevereine – eine Manöverkritik stattfinden, „wie wir das nach allen Großveranstaltungen im Stadion tun“. Er sei davon ausgegangen, dass der Veranstalter die Falschparker ausruft und zum Wegfahren auffordert.

Aber selbst die Polizei konnte ein im Wohngebiet geparktes Auto nicht abschleppen lassen, weil ein Hund drin saß. Anwohnerin Kirsten Jacobs-Brannath, die im Vorfeld schon mittels Unterschriftensammlung (wir berichteten) OB Gunter Czisch um Anwohnerausweise, Sperrung des Wohnquartiers und „konstruktive Gespräche“ gebeten hatte, ist enttäuscht. „Der OB hat noch nicht mal geantwortet.“ 

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