Mahnwachen: Schwarze Ballons für freies Tibet

In Ulm und Neu-Ulm haben etwa zehn Aktivisten an die blutige Niederschlagung des Volksaufstandes in Tibet vor 56 Jahren erinnert. Chinesische Bomben und Granaten brachten von März 1959 bis September 1960 mehr als 80.000 Tibetern den Tod.

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Lautstarke Kundgebungen sind nicht die Sache von Sonja Putz, der Sprecherin der Regionalen Tibet-Initiative Ulm/Neu-Ulm. „Wir protestieren lieber still“, sagt sie. So auch am Dienstag, wie in jedem Jahr am 10. März, also an dem Tag, an dem daran erinnert wird, wie die Chinesen vor 56 Jahren den Volksaufstand im Tibet blutig niederschlugen. Chinesische Bomben und Granaten brachten von März 1959 bis September 1960 mehr als 80.000 Tibetern den Tod. Daran erinnern die etwa zehn Aktivisten der Regionalen Tibet-Initiative Ulm/Neu-Ulm seit 20 Jahren.

Am Dienstag versammelte sich die Gruppe zuerst in Neu-Ulm, ließ vor dem Rathaus und der von der Stadt gehissten Tibet-Fahne schwarze Luftballons in den Himmel steigen. Um dann über die Herdbrücke gen Ulm zu ziehen, wo man sich auf dem Scholl-Platz zur Abschlussmahnwache traf. Sonja Putz hat Tibet noch nie besucht. „Das wird auch so lange so bleiben, bis das Land selbstbestimmt regiert wird.“ Sie hofft, dass sie das noch erlebt. Menschen, die Kritik daran üben, dass sich die Initiative für ein so fernes Land engagiert, entgegnet sie gerne: „Dann fangt mal an, Euch für die Probleme hier zu engagieren.“ Sie selbst bleibt der Tibet-Initiative treu: „Es geht um Menschenrechte. Und die gehen uns alle etwas an!“

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