Märkte locken Publikum zum verkaufsoffenen Sonntag

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  • Die Artistenfamilie Weisheit aus Gotha sorgte für das Highlight in der Blaubeurer Straße, während in der Innenstadt viele größere und kleinere Aktionen und die Themenmärkte für die nötige Anziehung auf die zahlenden Gäste sorgten. 1/4
    Die Artistenfamilie Weisheit aus Gotha sorgte für das Highlight in der Blaubeurer Straße, während in der Innenstadt viele größere und kleinere Aktionen und die Themenmärkte für die nötige Anziehung auf die zahlenden Gäste sorgten. Foto: 
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    verkaufsoffener Sonntag Foto: 
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    Verkaufsoffener Sonntag Foto: 
  • Herbstmarkt in der Innenstadt. 4/4
    Herbstmarkt in der Innenstadt. Foto: 
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Erika und Norbert Schmidt sind gerne in der Stadt. Noch lieber als sonst ist dem Paar aus Beimerstetten der verkaufsoffene Sonntag mit all seinen Märkten und Angeboten. „Ich will einen Umtrieb haben“, sagt die 63-Jährige, nach deren Beobachtung an diesen Tagen ein anderes Publikum in der Stadt ist als sonst. Vor allem die schönen Stände auf dem Antik- und dem Kunsthandwerkermarkt haben es ihr angetan, die ganz besonders liebevoll dekoriert seien. Ihr Mann Norbert (66) hat für derlei Dinge weniger ein Auge, als vielmehr auf den Langosch-Stand, an den es ihn immer hinzieht.

Das Wetter war ideal – vor allem war es trocken, wovon auch die Straßencafés und die Restaurants mit Außenbestuhlung profitierten. Die Frequenz in den Geschäften der Innenstadt war gut, das Publikum bevölkerte auch die Gassen links und rechts der großen Einkaufsmeile.

Entsprechend zufrieden äußerte sich am späten Sonntagnachmittag City-Manager Henning Krone. „In den Gassen und Geschäften war schon recht früh viel los“, sagte er, und verteidigt das Konzept des Marktsonntags. Das Blautal-Center habe mit seinen Artisten ein Highlight gesetzt, aber auch in der City seien viele Aktionen gelaufen, die das Publikum angezogen hätten. Krone: „Wir bauen das Altbewährte ständig aus.“

Das bestätigt auch ein Händler auf dem Antikmarkt am Judenhof. Der 36-jährige aus Tübingen hat schon früh am Nachmittag „ein paar schöne Sachen verkauft“ und guten Umsatz gemacht. Darunter ein etwa 40 Zentimeter langes Segelschiff aus Holz mit arg zerfetztem Segel, das er gleich mehrfach hätte verkaufen können. Sehr zum Leidwesen der 35-jährigen Kathrin Häckert war es schon weg, als sie es entdeckt hatte. Sie ist Seglerin und hätte das Boot mit dem schönen Namen „Change“ gerne für ihr Bücherregal gehabt, das sie sich unlängst selbst gebaut hat.

Aber nicht alle Wünsche gingen in Erfüllung auf den Märkten in der Innenstadt. Und so strich auch der 74-jährige Alfred Schmitt um die Stände auf dem Schuhhausplatz. Er hat eine Glocke entdeckt, für die der Händler aber 18 Euro will. Schmitt zögerte, schließlich seien 18 Euro für einen Schwaben viel Geld. Die Glocke hätte er gerne für seine Tür zum Garten hinaus. Und sollte der Händler nicht mit sich handeln lassen, werde er tief in die Tasche greifen, gab er mit einem Lächeln zu.

Für Mareike Alberts-Schlenz endete der Handel weniger erfolgreich. Sie hatte einen schönen Einweck-Topf entdeckt, der den Namen „Linn“ trug. Ein Zufall, weil ihre 13-jährige Tochter ebenso heißt. Die geforderten 110 Euro wollte sie aber nicht bezahlen. „Es wäre ja nur ein Gag, und dafür ist das zu viel Geld“, sagt die Mutter, fotografiert den Topf und überträgt das Bild per Handy an die Tochter. Wie die sich geäußert hat, ist leider nicht bekannt.

Voller Taschen und voll des Lobes war das Ehepaar Kornelia und Hartmut Hausfeld aus Kempten. Sie waren eigens nach Ulm gekommen und hatten schon ordentlich eingekauft. Vor allem aber waren sie auch im Ulmer Münster und sehr begeistert.

Alles ohne Stecker

Etwas weniger freudestrahlend hingegen ist Benjamin Dunger aus Merklingen. Der 40-Jährige hat das fahrende Geschäft seiner Eltern übernommen und verkauft Haushaltswaren: „Alles, was keinen elektrischen Stecker hat“, umschreibt er sein Sortiment. So gerne er nach Ulm kommt, rein finanziell betrachtet ist Ulm für ihn nur mittelmäßig. Erklären kann er es sich nicht, aber es gebe Märkte, auf denen er mehr verkaufe. Und er besucht immerhin 170 Märkte pro Jahr.

Am Montag aber bleibt ihm noch eine Gelegenheit für Umsatz zu sorgen. Im Unterschied zu den anderen Märkten, hat der Herbstmarkt auch am Montag noch geöffnet.

Blautal-Center Vor dem Einkaufszentrum an der Blaubeurer Straße hatte die Artistenfamilie „Geschwister Weisheit“ aus Gotha seine Seile aufgespannt und allerlei Kunststücke vollführt. Das Highlight war die Motorradshow auf dem entlang der Blaubeurer Straße gespannten Hochseil am Abend.

Hugendubel Mit genau 40 000 Einzelstücken ist im Hugendubel das größte Car-Puzzle der Welt gebaut worden. Nach Aktionen in Berlin, Hannover und Würzburg wurde in Ulm das Unikat vollendet. Mit dabei waren auch Emanuela Söllner (29) mit Sohn Milia (5), der das Puzzle zwar begonnen hatte, seine Mutter es aber vollenden musste.

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