Marode: Die Ludwig-Erhard-Brücke im Überblick

Mit einer Länge von 295 Meter und einer Breite von 21 Meter überspannt die Ludwig-Erhard-Brücke den nördlichen Bereich des Ulmer Bahnhofs und gehört zur wichtigsten Verkehrsachse in Ost-West-Richtung.

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Vor dem Bau der Ludwig-Erhard-Brücke führte die 1877 eröffnete Blaubeurer-Tor-Brücke in Richtung Karlstrasse. Die einfache Eisenbrücke war 225 Meter lang und zehn Meter breit. 1986 musste sie dem Bau der Ludwig-Erhard-Brücke weichen. Am 26. Oktober 1989 wurde die neue Brücke über die Gleise eröffnet.

Vor 40 Jahren: Blick von der Neutorbrücke Richtung Bahnhof: Die Baugrube für den SWU-Glaspalast wird ausgehoben, von der Ludwig-Erhard-Brücke ist noch nichts zu sehen. Foto:Maria Müssig

Bei der Brücke handelt es sich um eine ganz besondere Konstruktionsart, ein sogenanntes Spannbetonband. Dieses Band wird über Pylone geführt, an dem die Brücke abgehängt ist. Die Pylonhöhe beträgt etwa 20 m über der Fahrbahn, die Spannbetongurte haben eine Länge von je 40 Meter. Foto:Maria Müssig


Sensoren im Inneren der Brücke warnen wenn es zu feucht wird, dann wenn Salze von der Straße in die Brücke gespült wird. Ebenso wird Korrosion des Bodens gemessen.

Durch den Bau der Straßenbahnlinie 2 und der Neugestaltung des Bahnhof und der Friedrich-Ebert-Straße wird die Ludwig-Erhard-Brücke zwischen Blaubeurer Ring und Karlstraße zu einem Nadelöhr. 35.000 Fahrzeuge, davon 1500 LKW´s die täglich über die Brücke fahren, sorgen besonders zu den Hauptverkehrszeiten zu Staus und völligemStillstand. Foto:Volkmar Könneke

Nicht nur Fahrzeuge rollen über die Brücke. Im April 1999 überquerten Mohini, Mala, Bara, Burma, Dehli und Muni die sechs Elefantenkühe, die per Zug am Ulmer Güterbahnhof ankamen, immer Rüssel an Schwanz die Ludwig-Erhard-Brücke und marschierten wohlerzogen die Karlstraße entlang Richtung Festplatz in der Friedrichsau. Foto:Matthias Kessler

Aufsehen erregten im September 2016 Unbekannte die ungesichert die Spannbetonggurte hochkletterten und dabei gefilmt wurden.

28 Jahre nach der Eröffnung der Brücke droht die Brüstung am Gehweg auf die Gleise zu stürzen, weil Träger durchgerostet sind. Hier lesen Sie mehr...

Ludwig Erhard wurde am 4. Februar 1897 in Fürth geboren. Er amtierte als zweiter Kanzler der jungen Bundesrepublik von 1963 bis 1966. 1949 war er als CDU-Kandidat für die Bundestagwahl angetreten, ohne Mitglied der Partei zu sein. Im selben Jahr wurde er der erste Wirtschaftsminister der Bundesrepublik unter Bundeskanzler Konrad Adenauer. Im Dezember 1966 trat Erhard als Bundeskanzler zurück. Am 5. Mai 1977 starb Ludwig Erhard in Bonn.

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