Lisa Collins will keine Einzelkämpferin sein

Die Ulmer Piraten haben eine Direktkandidatin für den Bundestag: Lisa Collins engagiert sich vor allem für familien- und bildungspolitische Themen.

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Schließlich haben sie es doch noch geschafft. Nach verzögertem Beginn und Wahlzettel-Chaos hat die Piratenpartei am Samstag Lisa Collins als Direktkandidatin zur Bundestagswahl für den Wahlkreis Ulm aufgestellt. Die 25-jährige Ulmerin war bereits auf der Gründungsversammlung des hiesigen Piraten-Kreisverbandes im März zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Sie engagiert sich in der Sozial-, Familien- und Bildungspolitik. Die alleinerziehende Mutter macht derzeit eine Ausbildung zur Fachinformatikerin.

Bei ihrer Vorstellung sagte Collins, es gehe ihr nicht nur um Themen:"Es geht hauptsächlich darum, Wahlkampf zu machen und unsere Partei bekannter zu machen." Aufgabe der Piraten in der nahen Zukunft sei es, anderen Parteien auf die Finger zu schauen und Politik umzugestalten."Wirklich piratige Themen sind einzig Transparenz und Nachvollziehbarkeit." Collins setzt sich für eine flächendeckende, kostenlose Ganztagesbetreuung für Kinder ein. Außerdem wünscht sie sich eine Schulreform, die das Schulsystem bundesweit vereinheitlicht. Fragen, die ihr im Wahlkampf gestellt werden, will die 25-jährige zu den Piraten-Stammtischen mitbringen:"Ich will kein Einzelkämpfer sein, sondern Teil der Masse." Schließlich werde es immer Themen geben, in denen man sich nicht auskenne - daraus machte sie auch in der Fragerunde keinen Hehl."Alle Antworten hat niemand." So eben auch nicht die 25-Jährige: Die Staatsschulden Deutschlands schätzte sie auf 38 Milliarden Euro. Tatsächlich sind es rund 2,1 BillionenEuro.

Neben Lisa Collins hatten sich die 18-jährige Schülerin Lisa Rudolf aus Ehingen sowie der 44-jährige Jochen Schmidberger, Bezirksvorsitzender der Piraten in Tübingen, zur Wahl gestellt. In einem Akzeptanzwahlverfahren, in dem jeder der 19 Wahlberechtigten bis zu drei Stimmen vergeben konnte, gewann Collins eindeutig mit elf Stimmen.Auf Schmidberger entfielen acht, auf Rudolf sieben Stimmen. Zuvor hatten Helfer neue Stimmzettel drucken müssen. Die Zettel, auf denen zunächst nur die Namen der Kandidaten standen, wurden auf Antrag um ein"Nein" ergänzt, um die Ablehnung aller Kandidaten kenntlich zu machen. Diese Möglichkeit nutzte ein Stimmberechtiger.

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