Linnea Streit stellt sich und erste Ideen für die Villa Rot vor

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Neue Leiterin der Villa Rot: Linnea Streit.  Foto: 

„Ich hab’ Lust, mich mit Herzblut drum zu kümmern“, sagt Linnea Streit über die Arbeit, die sie am 2. Januar aufnehmen wird. Da klingt Motivation durch – eine gute Voraussetzung für die Leitung des Museums Villa Rot. Dessen  Träger, die Hoenes-Stiftung, hat die 29-Jährige als Nachfolgerin von Stefanie Dathe ausgewählt, die am 1. Dezember ans Ulmer Museum wechselte.

Die zunächst auf vier Jahre befristete Tätigkeit in Burgrieden-Rot ist die erste Stelle der Kunsthistorikerin nach dem Studium  und einem Volontariat, das sie derzeit noch an der Neuen Galerie in Kassel absolviert. Die gebürtige Münchnerin ist damit die wohl jüngste Museumschefin Deutschlands.

Das nimmt die  nach der Hauptfigur eines Bilderbuch über Monets Seerosen benannte Linnea Streit gelassen: Die Stelle sei nun mal jetzt ausgeschrieben gewesen. Eine Festanstellung an einem kleinen Haus mit gutem Ruf und nettem Stammpublikum. Dazu ein Konzept, das sie ausgesprochen anspreche: Gegenwartskunst in einem historischen Gebäude mit angegliederter moderner Kunsthalle, interkulturell und interdisziplinär – „das ist genau das, was ich machen möchte“. Warum sollte sie sich da nicht noch vor Abschluss der zweijährigen praktischen Ausbildung bewerben?

Vorstellungsgespräch mit Jetlag

Selbstbewusstsein bringt sie also mit, die gelernte Französisch-Dolmetscherin, die ein Kunstgeschichtsstudium in München und Paris draufsattelte und ihre Masterarbeit über das französische Künstlerduo Dector & Dupuy schrieb. Stressresistenz auch. Das legt ihr Bericht vom Vorstellungsgespräch in Rot nahe, zu dem sie samt Jetlag direkt von einer USA-Reise gekommen war.

Mitte Februar wird sie die erste eigene Ausstellung eröffnen. Ideen dafür hat sie schon. „Ich würd’ gern mal was zum Gehen als künstlerische Praxis machen.“ Von den Flaneuren des 19. Jahrhunderts über Spaziergänge der Dadaisten bis zu aktuellen Vertretern der Walking Art – eine Liste habe sie schon im Koffer.

Damit setzt Streit zunächst auf Kontinuität. Als langfristiges Ziel jedoch will sie „eigene Marken setzen“.

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