Letzter Bauabschnitt: Wildwuchs in Wiley wird beseitigt

Der Grünzug in Wiley wird vollendet. Mit dem Spatenstich endete eine Zitterpartie für die Bewohner des Stadtteils. Die Stadt investiert 265.000 Euro.

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Spatenstich für den letzten Teil des Peter-Biebl-Parks in Wiley-Süd: OB Gerold Noerenberg, Stadträte und Mitglieder des Bürgervereins packen an. Foto: Matthias Kessler

Die Bewohner des Neu-Ulmer Stadtteils Wiley mit dem Bürgerverein an der Spitze haben sehr dafür gekämpft, dass auch der letzte Bauabschnitt des zentralen Grünzugs im Süden verwirklicht wird. Dass Wildwuchs und Schuttplatz beseitigt werden und der Park, der nach dem früheren OB Peter Biebl benannt ist, seine ursprünglich geplante Größe erhält und das Viertel komplett durchzieht.

Seit Donnerstag ist der Erfolg der Bürger offensichtlich: Die Bauarbeiten haben mit einem symbolischen Spatenstich begonnen. Die Stadt investiert 265.000 Euro in die Parkanlage. Eine solche Summe auszugeben, sei nicht selbstverständlich, sagte Oberbürgermeister Gerold Noerenberg. Er sieht darin "ein klares Zeichen des Stadtrats", Wiley-Süd so fertigzustellen, wie es geplant war.

Das war nicht immer sicher. Zwar hatte das Planungsbüro Schmid, Treiber und Partner aus Leonberg 1991 den durchgängigen Grünzug als charakteristisches Element des neuen Stadtteils entworfen. Während nach und nach mit dem Entstehen des Wohngebiets der Grünzug angelegt wurde, blieb sein südliches Ende ein weißer Fleck. Die Stadtverwaltung hatte jahrelang vor, das Gelände zu bebauen. Mit der Mehrheit von SPD, CSU und Teilen der FDP wurde unter dem Titel "Villen im Park" sogar eine bis zu fünfstöckige Bebauung beschlossen. Erst 2011 waren diese Pläne vom Tisch, nicht zuletzt wegen des Widerstands der Bewohner.

Nun sollen also auf der rund 12.000 Quadratmeter großen Fläche Bäume und Sträucher statt Häuser aus dem Boden wachsen. Die Parkanlage soll bis zum Frühjahr 2014 fertig sein. Das Büro Schmid, Treiber und Partner hat einen Park mit Obstbäumen, Büschen, Wildblumenwiesen, mehreren Sitzgelegenheiten und Wegen sowie einem Aussichtshügel am Ende vorgeschlagen. An diesem Entwurf hatten sich auch die Bürger beteiligt und Vorschläge gemacht. Der Bürgerverein will sich weiter einbringen und zum Beispiel Baumpatenschaften vermitteln.

Der OB lobte das große Interesse der Wiley-Bewohner am Grünzug und an ihrem Viertel überhaupt. "Es ist sehr schnell gelungen, ein Ortsteilbewusstsein zu entwickeln." Daran habe der Bürgerverein maßgeblichen Anteil. Es sei auch für die Politik und die Stadtverwaltung ein "interessantes Abenteuer" gewesen, nach dem Abzug der US-Soldaten einen komplett neuen Stadtteil zu entwerfen und zu bauen. Er werde nun mit dem letzten Ende des Grünzugs fertig. Noerenberg: "Wiley-Süd ist eine Erfolgsgeschichte."

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