Letzte Ausstellung in den alten Künstlergilde-Räumen

Arbeiten von Uta Weberruss Reintraut Semmler und Hans Dieter Nass sind jetzt in der Künstlergilde zu sehen - die letzte Ausstellung in den alten Gilderäumen in der Nagelstraße.

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Eine Arbeit Reintraut Semmlers in der Künstlergilde. Foto: Otfried Käppeler

Wo findet die Künstlergilde ein neues Domizil? Diese Frage lag bei der Eröffnung der letzten Ausstellung in der Nagelstraße natürlich in der Luft. Im Gespräch ist, dass die Künstlergilde ihr neues Domizil im TFU-Gebäude in der Zinglerstraße aufbauen kann. Der Wermutstropfen: Das TFU-Gebäude steht nur für ein Jahr zur Verfügung, dann wird es abgerissen. Aber immerhin hätte man dann für die Suche Zeit gewonnen, sagt Raimund Schneider von der Künstlergilde. Ein endgültiger Bescheid liegt ihm noch nicht vor.

Die letzte Ausstellung im alten Domizil ist Fotografie von Uta Weberruss, Reintraut Semmler und Hans Dieter Nass. Uta Weberruss Thema ist das Zusammenspiel von Erotik und Gewalt. So stattet sie ein Modell mit enger Jeans, Büstenhalter und mit zwei roten, hochhackigen Schuhen in der Hand aus. Erotik oder Gewalt kann assoziiert werden, denn die Schuhe könnten auch eine Waffe sein, sagt die Fotografin. Der Zusammenhang zwischen Erotik und Gewalt ist sowohl sublim dargestellt, wie auch unumwunden, wenn eine Frau mit einem Messer Würste aufschneidet.

Strukturen des Alltags spürt Reintraut Semmler nach, wenn sich vermalte Wände, Leuchtreklamen oder natürliche Decollagen auf Werbewänden fotografiert. Ausschnitthaft aufgenommen und stark vergrößert bekommen die Strukturen eine starke Eigenwertigkeit.

Auch Hans Dieter Nass benutzt alltägliche Motive. Nur sind die auf seinen Fotos derart verfremdet, dass man sie nicht mehr erkennt. Dafür schleift er seine Linsen so um, dass erstaunliche, serielle Effekte mit abstrakten Farbstrukturen entstehen.

Inszenierte Fotografie von Uta Weberruss, eher dokumentarische von Reintraut Semmler und durch optische Manipulation erzeugte abstrakte Fotografie von Hans Dieter Nass sind drei Positionen, die hier vorgestellt werden, und - was die Gilde angeht - hoffentlich nicht letztmals gezeigt werden.

Info
Die Ausstellung ist bis 11. Juli in der Nagelstraße 24 zu sehen: Fr/Sa14-17, So 11-17 Uhr.

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