Lessing- und Illertal-Gymnasium werden saniert

Die Vorbereitungen für die Sanierung und die Erweiterung des Lessing- und Illertal-Gymnasiums laufen: Die Planer sind bestimmt, die Konzepte für gut befunden. Die Zuschüsse müssen bis Herbst beantragt sein.

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Martin Bader ist seit fünf Jahren Schulleiter des Lessing-Gymnasiums - nun laufen die Vorbereitungen für die Erweiterung der Schule. Foto: Oliver Schulz

Offene Landschaften, Marktplätze, Lerninseln. Man merkt: Das Vokabular bei der Schulplanung hat sich verändert. Doch nicht nur das - auch der bauliche Eingriff bei der Sanierung und Weiterentwicklung folgt neuen Gedanken in der Systematik der Lehrbetriebs. Die beste Umsetzung dieser Anforderungen beim Konzept für die Erweiterung des Lessing-Gymnasiums in Neu-Ulm hat nach Ansicht von Landrat Erich Josef Geßner das Büro Schuster Architekten aus Düsseldorf eingereicht. Er folgt damit der Entscheidung des Preisgericht im Planungswettbewerb Anfang Mai.

23 Büros hatten Konzepte, Modelle und Entwürfe eingereicht. Nach den neuen Regelungen in diesem Vergabeverfahren wird der Landkreis dem Büro den Auftrag erteilen, sagte Geßner gestern im Bau- und Planungsausschuss des Kreistags. Die Zeit dränge, da man bis Herbst mit den Plänen so weit sein muss, dass die Kreisverwaltung auf dieser Grundlage Anträge auf die Baufreigabe und die entsprechenden Zuschüsse stellen könne.

Von den planerischen Ideen, die Olaf Allstedt vom Büro Schuster vorstellte, waren die Kreisräte angetan. Von außen werde der Erweiterungsbau als augenfälligste Veränderung zur Augsburger Straße hin zu sehen sein. "Doch wir haben hier nicht einfach eine Erweiterung der Schule", ergänzte er. Die Neustrukturierung der Schulräume berücksichtige baulich das pädagogischen Konzept des Lessing-Gymnasiums. Und das heißt: Die Klassenräume sind im Wesentlichen an den Außenseiten angebracht. Zu den Fluren hin sind Rückzugsräume zum Lernen, für Gemeinschaftsarbeiten und andere Aktivitäten geplant. An dem Trakt für die Oberstufe entstehe ein Hörsaal, der auch für externe Veranstaltungen genutzt werden könne. Bei allen Veränderungen habe man darauf geachtet, "dass man immer noch sieht, wie die Schule in ihrem Bestand gewachsen ist".

Einem ähnlichen Grundsatz folgt auch das Architekturbüro Karl und Probst aus München, das nach dem gleichen Verfahren den Zuschlag bei der Sanierung und Erweiterung des Illertalgymnasiums in Vöhringen erhält. "Die in der Schülerzahl sogar leicht zulegende Schule legt großen Wert auf den Wiedererkennungswert in den Farben Rot und Weiß", sagte Geßner. Das hat das Büro berücksichtigt. Auch beim zweigeschossigen Erweiterungsbau, "der über eine gläserne Fuge an den Bestand angebunden wird", erklärte der Architekt Ludwig Karl. Dies bringe auch mehr Licht in das Herzstück der Schule - das Foyer. Auch bei dieser Planung wird Wert gelegt auf eine flexiblere Nutzung der Räume. Der Anbau wird als vierter Flügel nach Norden geplant.

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