Leiharbeit: NGG fordert klare Linie

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Immer mehr „Jobs zweiter Klasse“: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastätten beklagt, dass die Zahl der Leiharbeiter in Ulm drastisch angestiegen sei. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Leiharbeiter von rund 3300 auf über 5000 Beschäftigte gestiegen. Das sei eine alarmierende Tendenz. „Die Zahlen zeigen, dass wir eine  Regelung dringender denn je brauchen“, teilt die NGG-Geschäftsführerin der Region Ulm-Aalen, Karin Brugger mit. Allerdings müsse am Gesetz noch deutlich nachgebessert werden, um den „Wildwuchs im einheimischen Arbeitsmarkt wirklich bekämpfen“ zu können. Brugger fordert die Ulmer Bundestagsabgeordneten auf, sich bei den Beratungen über das Gesetz gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen für die Arbeitnehmer stark zu machen. Das Gesetz müsse so scharf wie möglich formuliert werden.

Häufig nutzten Chefs Leiharbeit zur „dauerhaften Lohn-Drückerei“ und nicht wie ursprünglich gedacht, um Auftragsspitzen abzufangen, kritisiert Brugger. Zudem seien Leiharbeiter bei Altersvorsorge und Urlaub schlechter gestellt als die Stammbelegschaft. Das neue Gesetz müsse dem Anstieg dieser Jobs einen Riegel vorgeschoben werden. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Leiharbeiter spätestens nach neun Monaten in einem Betrieb die gleiche Bezahlung bekommen wie das Stammpersonal. Die Höchstverleihdauer soll auf 18 Monate begrenzt werden.

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