Landgericht: Grundzinsen für Sparverträge nach falscher Methode berechnet

Die Sparkasse Ulm darf Scala nicht kündigen, muss die Sparraten wieder freigeben - und außerdem den variablen Grundzins für die langlaufenden Sparverträge neu berechnen.

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Vor allem der letzte Punkt eines Urteils, das am Freitag am Landgericht Ulm verkündet wurde, bedeutet für das Kreditinstitut eine herbe Niederlage. Nach Ansicht von Klägeranwalt Christoph Lang drohen der Sparkasse Nachzahlungen in Millionenhöhe: weil der Grundzins - auf dem dann die Bonuszinsen aufsetzen - nicht nur falsch, sondern oft zu niedrig berechnet war. Vorstandsvorsitzender Manfred Oster reagierte in einer Mitteilung enttäuscht und kündigte Rechtsmittel an. Das Urteil stelle die übliche Zinsberechnung in Frage und werde "die ursprünglichen Vertragsgefüge erschüttern". Man habe die Probleme der "Niedrigstzinsphase" frühzeitig erkannt und alternative Sparverträge angeboten, die das Gericht nicht berücksichtigt habe. Nun bestehe das "Risiko, die Ertragskraft der Sparkasse Ulm in absehbarer Zeit über Gebühr zu belasten". Anwalt Lang sprach von einem hundertprozentigen Sieg für die Sparer.

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