Landesvorsitzende des BUND kandidiert für Ulmer Gemeinderat

Die SPD hat ihre Liste für die Gemeinderatswahl aufgestellt. Unter den ersten zehn sind sechs Neulinge: darunter Dagmar Engels und Brigitte Dahlbender.

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Die ersten zehn SPD-Kandidaten von links (in Klammern die Platzierungen auf der Liste): Ulrike Schanz (9), Dr. Haydar Süslü (6), Dr. Dagmar Engels (3), Dorothee Kühne (1), Martin Rivoir (2), Ulrike Häufele (5), Martin Ansbacher (4), Dr. Brigitte Dahlbender (7), Georgios Giannopoulos (8) und Jürgen Kriechbaum (10). Foto: Matthias Kessler

Von einem langen Prozess, der zur Erstellung einer Kandidatenliste für die Gemeinderatswahlen im kommenden Mai geführt hat, sprach der Vorsitzende der Ulmer SPD, Martin Rivoir. Die Mühe hat sich offenbar gelohnt. Die bei der Nominierungsversammlung am Dienstagabend im ehemaligen Bräustüble in der Weststadt anwesenden Mitglieder folgten von Platz 1 bis Platz 40 dem Vorschlag der Findungskommission.

Lediglich bei zwei Plätzen gab es Kampfkandidaturen, die sich für die Herausforderer aber nicht gelohnt haben. Verlierer des Abends: Hartmut Pflüger. Der amtierende Stadtrat war von der Kommission auf Platz zwölf gesetzt worden, wollte aber einen besseren Platz. Die Stichwahl gegen Georgios Giannopoulos auf Platz acht verlor er deutlich und landete wie geplant auf Platz zwölf. "Wenn ich schon antrete, dann wollte ich unter die ersten zehn Plätze", sagte Pflüger, wohl wissend, dass die SPD derzeit nur über acht Stadträte verfügt.

Im Grunde war das aber der einzige Schönheitsfehler der langen Versammlung. Kreisvorsitzender Martin Rivoir zeigte sich am Ende der Sitzung hochzufrieden, dass die Liste unverändert die Zustimmung der Mitglieder fand: "Wir haben im Vorfeld viel miteinander gerungen, wollten möglichst alle Stadtteile und vor allem neue Namen aussichtsreich auf der Liste platzieren."

Ein Vorhaben, das gelungen ist. Unter den ersten zehn Kandidaten tauchen mit Dorothee Kühne, Martin Rivoir, Dr. Haydar Süslü und Jürgen Kriechbaum nur vier Namen amtierender Stadträte auf - Lisa Schanz und Susanne Grimm treten nicht wieder an, die anderen Stadträte folgen auf den Plätzen elf und zwölf mit Katja Adler und Hartmut Pflüger. Am prominentesten dürften sicherlich vh-Leiterin Dr. Dagmar Engels und die Landesvorsitzende des BUND, Dr. Brigitte Dahlbender, sein.

Engels wurde auf Platz drei gesetzt und bekam mit 60 von 66 abgegebenen Stimmen eine sehr hohe Zustimmung. Achtbar war auch das Ergebnis von Brigitte Dahlbender, die mit 41 Stimmen auf den siebten Platz gewählt wurde. Sie ist seit 1992 SPD-Mitglied, seit bald 20 Jahren für die SPD im Ortschaftsrat Einsingen und war eine der profiliertesten Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21, das gerade die Ulmer SPD stark unterstützte.

Neben einigen Kandidaten mit Migrationshintergrund hat die SPD zwei Wissenschaftler vom Oberen Eselsberg auf der Liste. Die Professoren Birgit Liss und Albert Ludolph kandidieren auf den Plätzen 15 und 18. Wie bei der SPD üblich ist die Liste abwechselnd mit Frauen und Männern besetzt. Außerdem gibt es sechs Ersatzkandidaten.

Die Kandidaten
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