Kunstprojekt „Wir sind Münsterturm“ geht zu Ende

Initiator Ralf Milde baut das Kunstprojekts wieder ab. Und: Die Leute können sich ab sofort ihre Würfel abholen.

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Mildes Münsterturm wird jetzt wieder abgebaut.  Foto: 

Der Turm wird abgebaut – aber nicht das Original, sondern die verkleinerte Version auf dem Judenhof: Ralf Mildes Projekt „Wir sind Münsterturm“. Seit dem Jubiläumsjahr 2015  – als in Ulm die Fertigstellung des Hauptturms am Münster vor 125 Jahren gefeiert wurde – hat die Kopie im Maßstab 1:10 vor Mildes Büro am Judenhof gestanden.

Er war  eine „Hommage an die Menschen, die über Jahrhunderte an dem Turm gebaut haben“, und sozusagen ein partizipatorisches Kunstwerk: Interessierte konnten für zehn Euro einen Würfel kaufen, auf den ihr Konterfei gedruckt wurde, und von dem Betrag floss ein Teil in den Bauunterhalt des Münsters. Rund 4000 Leute haben sich von der Idee begeistern lassen. Es hätten aber mehr sein können.

Jetzt hat Milde mit dem Abbau des Turms begonnen. „Wer weiß, wo sein Würfel hängt, kann am Freitag, am Samstag und Sonntag tagsüber einfach vorbeikommen und den Würfel direkt mitnehmen“, sagt der Initiator.

Alle Cubes, die nicht abgeholt werden, kommen in Kartons zu Milde ins Büro. Die Besitzer müssen zur Abholung unbedingt ihre Zertifikate mit der Nummer mitbringen, um die Würfel dann finden zu können.

Mildes Turm wird nicht ausrangiert, sondern ihm ist ein zweites Leben beschieden: Die Ulm-Messe hat ihr Interesse bekundet, die filigrane, 16 Meter hohe Alu-Konstruktion zu übernehmen und aufzustellen. An der Messe wird er zwar keine Würfel mehr haben, sondern als Werbeträger fungieren. Ralf Milde freut sich über die Wiederauferstehung allemal: „Der Turm ist ein Hingucker.“

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