Kunst in alter Keplerhalle

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Die alte Keplerturnhalle.  Foto: 

Die Halle weckt Begehrlichkeiten: Schließlich liegt die Keplerhalle an der Olgastraße, neben dem Kepler-Gymnasium. Doch nicht nur von dieser Schule kamen Ideen, was mit der Halle aus dem Jahr 1956, der früheren Turnhalle der Schule, passieren soll. Zuletzt waren dort Flüchtlinge untergebracht. Vor einem Jahr sind sie ausgezogen, seitdem steht die Halle leer.

Grund genug für die Kepler-Kunstlehrerin Antje Freitag bei einem Pressegespräch im Rathaus das Thema öffentlich anzusprechen. Dort hatte der Ulmer Kulturagent Karl Philipp Engelland Konzepte für fünf Ulmer Schulen vorgestellt, wie Schüler mehr zur Kunst kommen könnten. Zu den Schulen zählt selbstverständlich das Kepler-Gymnasium, das einzige in Ulm mit Kunstprofil. Freitag meinte damals, dass es für die Keplerschüler prima wäre, die benachbarte Halle nutzen zu können, zumal Schulräume knapp sind. „Das wäre schön“, sagte darauf Gerhard Semler, Leiter der städtischen Abteilung Bildung und Sport.

Halle nutzen nur auf Zeit

Jetzt hat Semler auf Nachfrage unserer Zeitung mitgeteilt: Die Keplerschüler können im Rahmen des Kulturagentenprogramms die Halle nutzen. Jedoch: „auf Zeit“. Sagt er. Was „ein bis zwei Jahre“ bedeute. Derzeit schreibt Semler am Schulentwicklungsplan. Aufgeführt wird darin auch die Keplerhalle, zumal ihr Abriss schon geplant war, bevor Flüchtlinge einzogen.

Im Umfeld der Halle lernen rund 5600 Schüler von umliegenden Schulen. Für die Schüler fehle es vor allem an Sporthallen. „Was nicht heißen soll, dass die Stadt da eine Turnhalle hinstellt.“ Vielmehr will er jetzt sauber planen, was mit der Fläche passieren soll.

In der Keplerhalle gibt es nicht mal einen Wasseranschluss. „Den brauchen wir auch nicht“, sagt Kunstlehrerin Freitag. Das Besondere: Im Kulturagentenprogramm werden 60 Keplerschüler vom naturwissenschaftlichen Profil etwas Künstlerisches zu naturwissenschaftlichen Themen entwickeln, nämlich zu „Bewegung, Lärm und Schall mit Wasserrad und Wasserkraft“. Start: im Mai.

Die Freude am Kepler übers neue „Werkstattlabor“ (Freitag) ist groß: Schulleiterin Brigitte Röder findet es „wunderbar“. Freitag schwärmt davon, dass Schüler raus aus Klassenzimmern kommen und mit Maschinen und Hammer loslegen können. Für sie ist das „ein großartiges Angebot der Stadt“.

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