Kulturcafé im Roxy: Diskussion über Umgang mit digitaler Welt

Bürgerinformationen mittels Internet seien wünschenswert. Doch auch hier müssen Kosten und Nutzen im sinnvollen Verhältnis stehen, hieß es im Kulturcafé im Roxy. Die Veranstaltung am Sonntag stand unter dem Thema "Leben in der digitalen Welt: Fluch oder Segen?"

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Das Kulturcafé im Roxy hatte seine sonntägliche Veranstaltung dem Thema "Leben in der digitalen Welt: Fluch oder Segen?" gewidmet. Einem umfänglichen Thema mit schier unendlich vielen Facetten.

Wen und wann machen Internetspiele süchtig? Wie viel beziehungsweise wie wenig sollten sich Eltern einmischen, wenn sich der Nachwuchs ihrer Meinung nach zu intensiv mit den Angeboten beschäftigt, die die digitale Welt bietet? Welche Schulungs- und Aufklärungsrollen sollten Lehrer spielen?

Wie sich während der Podiumsdiskussion schnell zeigte, reichen Antworten auf solche Fragen weit auseinander. Allerdings wurden auch Übereinstimmungen deutlich. Schwarz-Weiß-Malerei helfe nicht weiter. Häufig nutze auch mehr Gelassenheit. Was heute als riesiges Problem erscheint, könne schon morgen der Vergangenheit angehören. Moden, auf die sich die Jugend stürzt, existieren seit Jahrzehnten, hieß es. Oft seien sie so schnell überholt wie gekommen. Ein kleines Beispiel dazu: Wer heute nicht untendurch sein will, der legt sein Handy oder Smartphone nicht mehr abrufbereit auf den Tisch, wenn er sich mit anderen zusammensetzt. Gleich wie neu und teuer es auch sein mag.

Selbstverständlich blieb während dieser Diskussion die Forderung nach mehr Transparenz in Verwaltung und Politik nicht aus. Das Internet biete beste Möglichkeiten, dass jeder, der sich für Kommunalpolitik interessiert, auf dem Laufenden gehalten werde. Der Ulmer Finanzbürgermeister Gunter Czisch, Teilnehmer der Diskussion, betonte, dass dies ganz seinem Sinne sei. Die Stadt Ulm habe in dem Bereich auch schon viel erzielt.

Doch dürfe man die Kosten dafür nicht außer acht lassen. Zu berücksichtigen sei, dass digitale Angebote in dem Bereich (heute noch) nur von einem kleinen Teil der Bürger angenommen werde. Kosten und Nutzen müssten im vertretbaren Verhältnis zu einander stehen. Zumal Bürgern, die sich anders informieren, das gleiche Recht auf Information eingeräumt werden muss.

Auf dem Podium diskutierten Anni Martini von Elternkreis Ulm, Gunter Czisch, die Medienpädagogin Barbara Münch, der Student Johannes Schulz und der Schüler Nik Bürk, SWP-Redakteurin Dana Hoffmann moderierte.

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