Krippenausstellung im Roggenburger Kloster

Das Spektrum bei der Roggenburger Krippenausstellung ist groß: Es reicht von der einfachen Faltpapierkrippe bis hin zu wertvollen Orientkrippen mit handgeschnitzten oder aus Ton geformten Figuren.

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„Krippen sind nicht irgendwelche profane Erzeugnisse, sondern materialisierte Glaubensbekenntnisse.“ Das sagte der Neu-Ulmer Landrat Erich Josef Geßner, Schirmherr der Veranstaltung, bei der Eröffnung der Krippenausstellung im Roggenburger Kloster. Für viele Gläubige seien sie außerdem „eine echte Herzensangelegenheit“.

Das gilt auf jeden Fall für Krippenbauer Karl Ewald aus Jettingen-Scheppach. Der 70-Jährige hat sich auf orientalische Krippen spezialisiert. Seine Großkrippe mit kunstvollen Tonfiguren ist in der Ausstellung in einem eigenen Raum zu sehen. Vor vier Jahren ist er ins Heilige Land gereist. Seither versuche er, die karge Landschaft mit viel Sand und Steinen möglichst naturgetreu nachzustellen. Außerdem verlegt er die Stallszene in eine Höhle. „Bei der Geburtskirche gibt es ja die Grotte, in der Jesus geboren wurde“, begründet der 70-Jährige seinen Stil.

Weil die hochkarätige Ausstellung alljährlich mit großem Aufwand verbunden ist, bekommt der Illerberger Krippenverein ab kommendem Jahr Unterstützung vom Ichenhausener Krippenverein (Kreis Günzburg). Dessen Vorsitzender Michael Metz war zur Eröffnung gekommen, um sich schon mal ein Bild zu machen. Im Weißenhorner Heimatmuseum habe der Verein jüngst eine große Ausstellung auf die Beine gestellt. Auch sonst sind die Mitglieder aktiv und interessiert, ihre Leidenschaft für Weihnachtskrippen unter die Leute zu bringen. Der Verein biete Kurse zum Figurenschnitzen, zum Krippenbau oder für Hintergrundmalerei an. „Ich weiß, es ist sehr viel Arbeit“, sagt der 44-Jährige mit Blick auf die kommende Aufgabe. Mit 270 Mitgliedern, davon 70 aus dem Landkreis Neu-Ulm, verfüge der Verein aber über ein großes Netzwerk an Krippenfreunden und zahlreiche Exponate.

Die „Krippenausstellung mit Klosterarbeiten“ wird gemeinsam vom Verein Bayerischer Krippenfreude Illerberg und Umgebung und dem Kloster Roggenburg auf die Beine gestellt. Die Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen sponsert die Veranstaltung. Exponate können bis zum 2. Februar im Haus für Kunst und Kultur des Klosters angeschaut werden. Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Samstag von 14 Uhr bis 17 Uhr. Sonn- und feiertags spielen um 14 Uhr Stubenmusikanten. Es ist dann von 10.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.

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