Kreisverkehr wird zur Chefsache

Oberbürgermeister Gunter Czisch soll sich nun darum kümmern, dass die Lärmbelästigung der Anlieger am Egginger Kreisel bald ein Ende hat.

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Wolfgang Schmauder, CDU-Stadtrat in Ulm und Ortschaftsrat in Eggingen, hat in einem Antrag an Oberbürgermeister Gunter Czisch erneut darum gebeten, dass endlich eine Lösung gefunden wird beim provisorischen Kreisverkehr am Ortsende Richtung Einsingen und Erbach. Die Markierung mit Alukuppeln sollte weiter nach innen gesetzt oder noch besser durch eine Markierung ersetzt werden, „damit unsere Bürger nicht schon um 4 Uhr morgens durch den Lärm aus dem Bett gerissen werden“, schreibt Schmauder.

Wie berichtet, rumpeln seit Anfang Juni Lastwagen mit Anhängern sowie Containerfahrzeuge über die kreisförmig aufgeklebten Alukuppeln, weil der Kreisverkehr in diesem Kreuzungsbereich recht eng bemessen ist. Die Alukuppeln, genannt Kölner Teller, flankieren ebenso die Ein- und Ausfahrten des Kreisels. Ein Anlieger habe von 6.30 bis 12.30 Uhr  191 Fahrzeuge aus dem Bereich des Schwerlastverkehrs gezählt, schreibt Schmauder in dem Antrag. Und so gut wie alle fuhren über die Alukuppeln.

Zum Thema Lärmbelästigung am Kreisel habe der Ortschaftsrat bereits in seiner Sitzung am 2. August einstimmig beschlossen, dass Abhilfe geschaffen werden muss. Ortsvorsteher Herbert Tress sei beauftragt worden, eine Lösung zu finden im Gespräch mit der Stadtverwaltung. In der Sitzung am vergangenen Mittwoch „waren wir daher sehr verwundert“, als Tress berichtet habe, dass die Verwaltung keinen Bedarf für eine Nachbesserung am Kreisverkehr sieht. Schmauder in seinem Antrag an den Oberbürgermeister: „Ein einstimmiger Beschluss findet bei Teilen der Stadtverwaltung anscheinend kein Gehör.“ Er hoffe aber, dass sich Czisch nun dem Problem annimmt, denn die Anlieger warteten schon seit Monaten auf eine Verbesserung.

Verkehr fädelt besser ein 

Warum wurde überhaupt ein provisorischer Kreisverkehr eingerichtet? Die Egginger Ortsverwaltung und die Ulmer Abteilung Verkehrsplanung wollen bis zum Spätherbst Erfahrungen sammeln, ob dadurch die früheren Linksabbieger schneller über die Kreuzung kommen und ob der Verkehr beruhigt wird. Dazu sagt Schmauder: Der Ortschaftsrat hatte sich für den provisorischen Kreisverkehr eingesetzt und dies sei zügig realisiert worden.

Inzwischen habe sich gezeigt, dass der Verkehr besser einfädeln könne und es werde auch ein zu schnelles Durchfahren durch die Ortschaft verhindert. Es hätten sich jedoch einige Bürger gemeldet, die den Kreisverkehr zwar grundsätzlich gut finden, aber eben Nachbesserungen wünschen.

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