Komplexe Zusammenhänge einfach verpackt

Wie ist der Kapitalismus entstanden? Georg von Wallwitz erklärt das während seiner Lesung aus "Mr. Smith und das Paradies" fast nebenbei.

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Autor Georg von Wallwitz macht die Wirtschaft auch für Laien verständlich. Foto: Corinna Scharnagl

Der Langenauer Pfleghofsaal ist voll bis auf den letzten Platz. Da sitzen Leute im Anzug, andere in Freizeitkleidung, alt, jung - bunt gemischt. Warum? Die Buchhandlung Mahr hat Georg von Wallwitz für eine Lesung gewinnen können. Der studierte Mathematiker und Philosoph ist derzeit auf Tour und stellt sein zweites Buch "Mr. Smith und das Paradies" vor.

"Ich komme so langsam in ein Alter, in dem man anfangen muss, seine Wunschliste abzuarbeiten", erklärt Thomas Mahr dem Publikum. "Und Georg von Wallwitz steht auf meiner Liste ganz weit oben." Georg von Wallwitz ist Mitinhaber einer Investmentfirma in München und kennt sich in der Welt der Finanzmärkte bestens aus. In seinem ersten Buch "Odysseus und die Wiesel" erklärt er auf pfiffige Weise die Börse - und zwar so, dass auch Laien die komplexen Zusammenhänge verstehen. In seinem neuen Buch geht er noch einen großen Schritt weiter: In "Mr. Smith und das Paradies" nimmt er sich gleich eine ganze Wirtschaftsform vor - den Kapitalismus.

Wie kann jemand, der so tief in der Finanzwelt verhaftet ist, doch so locker darüber schreiben? "Es hilft mir schon sehr, dass ich unabhängig bin", gibt der Autor zu. "Ansonsten kann ich nur sagen: Ökonomen machen es auch nicht anders als Literaten - sie schauen aus dem Fenster und beschreiben, was sie sehen." Und das macht Georg von Wallwitz auf seine ganz eigene augenzwinkernde Art: Er kombiniert ökonomische Ideen mit historischen Lebenswirklichkeiten - von Voltaire über Keynes bis hin zu Schumpeter. Und er scheut sich nicht, auch die Geschichte von Pocahontas und Kapitän John Smith als Beispiel zu verwenden.

Info Georg von Wallwitz: Mr. Smith und das Paradies - Die Erfindung des Wohlstands. Verlag Berenberg, 200 Seiten, 22 Euro.

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