Kommt Zeit, kommt Halle

|
Die geehrten langjährigen Mitglieder des TSV 1880 Neu-Ulm mit den Vereinsvorsitzenden.  Foto: 

Noch platzen die Turnhallen in Neu-Ulm förmlich aus allen Nähten. Im kommenden Jahr soll die Gustav-Benz-Halle – benannt nach der Neu-Ulmer Athletenlegende – die Situation nicht nur für die Sportler des TSF Ludwigsfeld, für Schüler der Emil-Schmid-Schule und auch der künftigen Mark-Twain-Grundschule entspannen; auch die Trampolinspringer des TSV 1880 Neu-Ulm werden bessere Trainingsbedingungen bekommen, sagte der Geschäftsführer des Vereins, Elmar Konrad, bei der Jahresfeier.

Bei der Sportlerehrung glänzte die Fechtabteilung mit ihren Erfolgen, aber es zeigte sich, dass andere Sportarten Potenzial haben. So bekam Rebecca Heidler (21), die seit 13 Jahren beim TSV Salti und Schrauben übt, vom Vorsitzenden Manfred Janssen eine Auszeichnung für ihren ersten Platz bei den Schwäbischen Trampolin-Meisterschaften und ihren vierten Platz bei den Bayerischen Meisterschaften im Trampolinturnen.

Trotz Trainermangel und dem Wegfall einer Breitensport-Gruppe kämpft Heidler mit Erfolgen auch für ein besseres Ansehen ihres Sports. Die neue Halle werde die Situation in ihrer Abteilung sicher entspannen, meint die Trampolin-Kinder-Trainerin, die zuletzt wegen ihrer fünfmaligen wöchentlichen Trainingszeiten auch auf andere Hallen und Vereine ausweichen musste.

„Die letzten Jahre waren nicht einfach für den Verein“, sagte Neu-Ulms zweiter Bürgermeister Albert Obert. Denn mit dem Wegfall der Wiley-Halle und der Belegung der Berufsschul-Halle und der Halle der Realschule im Muthenhölzle durch Flüchtlinge wäre die Trainingssituation für die Sportler gewissen Einschränkungen ausgesetzt gewesen, meinte Obert. „Aber es gilt der Spruch: Kommt Zeit, kommt Halle. Ich hoffe, dass mit der Fertigstellung der Dreifachturnhalle Ruhe einkehrt und der Betrieb wieder normal laufen kann.“

Schließlich müssten heutzutage Vereine gegen kommerzielle Sportanbieter bestehen. Und dabei würden die Sportvereine in Neu-Ulm besonders viel leisten im Bereich Breitensport, Jugendarbeit und Ehrenamt. Rund 1,8 Millionen Euro lässt sich die Stadt jährlich dieses Engagement der Vereine kosten, sagte Obert: „Direkt und indirekt. Auch die Hallen werden den Vereinen kostenlos zur Verfügung gestellt.“

Zahlreiche Mitglieder, Sponsoren und Ehrengäste waren erschienen, um mit dem Verein erstmals – statt im Wiley-Club – im vereinseigenen Lokal zu feiern. Ende September hat die Vereinsgaststätte unter dem Namen „Il Mio Ristorante“ eröffnet. Die Räume waren vom Team um Michael König renoviert und im italienischen Stil dekoriert worden. „Es freut mich, das jährliche gesellschaftliche Highlight des Vereins nun hier begehen zu können“, sagte Janssen.

Erfolgreiche Fechter

Grund zur Freude hat der TSV Neu-Ulm auch in anderer Hinsicht: Die Abteilung Fechten wurde erst kürzlich vom bayerischen Fechterverband zum „Regionalstützpunkt Schwaben für Florett“ ernannt. Man könne stolz sein auf die Berufung zum Leistungsstützpunkt, freute sich Janssen. „Schließlich ist die Fechtabteilung unsere erfolgreichste Abteilung“. Eine Tatsache, die sich auch an den sportlichen Erfolgen ablesen ließ: Gleich 16 Sportler wurden geehrt, hauptsächlich für erste Plätze bei den Schwäbischen- und Bayerischen Meisterschaften im Florett und Degen.

Auszeichnung Für 50-jährige Mitgliedschaft im TSV Neu-Ulm wurden geehrt: Felizitas Mutzenbach, Elli Weber und Gisela Wanner. In Abwesenheit geehrt wurden für ebenfalls 50 Jahre Edelgard Ley, Carola Barthel, Sibylle Schlander und Norbert Mikolaschek. 60 Jahre Mitglied sind: Wolf-Dieter Freyberger, Max Mayer, Maria Vogt und Harald Dirr. Es hätte sogar eine 80-jährige Vereinsmitgliedschaft gefeiert werden können, aber Heinz Hössle war verhindert.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

K.o.-Tropfen: "Finger in den Mund, und spucken Sie es aus"

Immer wieder werden Menschen mit K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt, anschließend vergewaltigt oder ausgeraubt. Dagegen hilft nur Vorsicht, sagt Achim Andratzek. weiter lesen