KOMMENTAR: Unmäßige Forderung

Moderat ist diese Preiserhöhung für das Semesterticket keineswegs. Sie ist satt. Mehr noch: Sie ist unmäßig. Kommentiert unser Redakteur Rudi Kübler.

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21 Prozent Aufschlag beim Solidarbeitrag, ein weiterer 5,5-prozentiger Anstieg beim Ticket selber – macht unterm Strich 8,5 Prozent oder 10,50 Euro mehr pro Semester.

Dass der Unmut der Studierenden über diese Forderung von Seiten des Donau-Iller-Nahverkehrsverbunds DING und der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) groß ist, versteht sich von selbst. Jahrelang mussten sie mit einer miserablen Anbindung vom Hauptbahnhof auf den Oberen Eselsberg leben. Studenten, die an den Haltestellen stehen blieben und den hoffnungslos überfüllten Bussen hinterherschauten, waren Alltag. Jetzt scheint die Anbindung erstmals wieder zu funktionieren – und nun das! Mit der Begründung, diese Verbesserungen hätten 500 000 Euro gekostet, werden die Studenten zur Kasse gebeten. Ein schöner Zug!

Doch nicht nur die Preiserhöhung alleine sorgt für Ärger – auch der Stil der DING-Verantwortlichen und der SWU-Vertreter ist, sachte gesagt, verbesserungswürdig. Wer mit einem Anstieg dieser Größenordnung in Verhandlungen geht, sollte den Partnern ein fundiertes Zahlenwerk präsentieren. Zumindest als Tischvorlage.

Wer dies versäumt – ob absichtlich oder nicht –, setzt sich dem Vorwurf aus, die Verhandlungspartner über den Tisch ziehen zu wollen. Haben Mügge und Co. das nötig?

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