Kommentar: In Ulm muss dichter und höher gebaut werden

Die Ulmer Grundstückspolitik ist intakt, kann aber nicht alle Wünsche erfüllen. Die Konsequenz daraus? Es muss enger, dichter, und höher gebaut werden. <i>Ein Kommentar von Hans-Uli Thierer.</i>

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Wohl dem, der hat. Oder: Wer kann, der kann. Gewiss erweist sich eine Grundstückspolitik, die langfristig und nachhaltig angelegt ist, die sogar ansatzweise die Gesetze des freien Marktes aushebelt, gewiss erweisen sich diese Prinzipen in Zeiten wie diesen als Segen.

Jedenfalls kann die Stadt Ulm – in Teilen der Gewerbepolitik auch gemeinsam mit Neu-Ulm und weiteren Nachbarn im gemeinsamen Stadtentwicklungsverband – im Großen und Ganzen die starken Nachfragen nach Wohn- und Gewerbegrundstücken leidlich stillen. Was auch ein Verdienst der durch Uli Soldner umsichtig und bauernschlau geführten Abteilung Liegenschaften zu verdanken ist.

Das heißt nicht, dass jeder Grundstückswunsch erfüllt werden kann. Aus den Ortschaften sind oft Klagen zu vernehmen, es fehle an großen Grundstücken für Ein- oder Zweifamilienhäuser. Es ist vermessen zu glauben,  dass sich dies je ändern wird.

Ohnehin: Zwar hält die intakte Grundstückspolitik das Preisniveau für  Baugrundstücke einigermaßen im Lot. Alle Probleme auf dem Wohnungsmarkt lösen sich  damit aber nicht in Luft auf. Wie überall in Boomregionen  mangelt es auch in Ulm an erschwinglichem Wohnraum.  Darauf wird das Augenmerk der Rathauspolitik ebenso zu richten sein. Und darauf, die Eingriffe in Natur und Landschaft so gering wie möglich zu halten. Die Konsequenz: Es muss enger, dichter, höher gebaut werden. Auch in den Ulmer Dörfern.

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