Kommentar: Alles unklar bei den Sedelhöfen

Das große Ulmer Einzelhandelsprojekt Sedelhöfe kommt es auf den Prüfstand, weil der Bauträger MAB abgewickelt werden soll. Derweil streiten Handel, IHK und MAB über Zugänge und Fußgängerströme. Ein Kommentar unseres Lokalchefs Hans-Uli Thierer

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Was für ein Kontrastprogramm: An der Ulmer Baufront, wo der Abriss der Altgebäude rasant voranschreitet und der Sedelhof einem Trümmerfeld gleicht, streiten Handel und IHK hie sowie Stadt und Investor MAB da wie die Kesselflicker über Zugänge, Passagen, künftige Fußgängerströme. Derweilen wird in einem holländischen 10 000-Einwohner-Kaff das mittelfristige Aus für MAB angekündigt. Dies geschieht in der üblichen Art und Weise: In Form einer dürren Pressemitteilung, die mehr Fragen offen lässt und aufwirft denn beantwortet.

Von „ongoing projects“ ist die Rede. Von laufenden Vorhaben also, die abgewickelt werden sollen. Doch sind die Sedelhöfe im jetzigen Stadium, da Grund und Boden noch nicht mal MAB gehört, ein „ongoing project“? Oder handelt es sich wie beim Investor selber um ein „phasing out“, ein Auslaufmodell? Und was, wenn MAB zwar noch baut, danach aber nicht wie geplant betreibt?

Bei allen Antworten, die noch ausstehen, lehrt der Fall schon jetzt zweierlei: Mancher Streit erscheint erst recht wie Kleinkrämerei, wenn sich der große Rahmen verändert. Und: Auch in Ulm, das ökonomisch mitunter wirkt wie ein Bodybuilder, der vor lauter Kraft nicht laufen kann, wachsen die Bäume nicht in den Himmel.

Gut zur Stunde nur, dass die Stadt ihr eigentliches Pfand noch nicht aus der Hand gegeben und noch nicht an den Investor verkauft hat: das Sahnegrundstück Sedelhöfe.

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Kommentare

24.05.2013 12:57 Uhr

Selber machen!

Wie ich schon vor Monaten geschrieben habe: Selber machen statt an einen Investor, der auch nur sein Geld im Kof hat, vergeben.

Das wäre besser!

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