Kommentar zum McDonalds-Container: Preis der Erneuerung

Manchem Ulmer mag angesichts des Umstands, dass die Stadt für die Übergangslösung für McDonalds einen Millionenbetrag löhnen muss, das Fleischküchle im Hals stecken bleiben. Aber: Das ist der Preis der Veränderung. Ein Kommentar von Hans-Uli Thierer

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Auch wenn es schmaler anmutet: Sechs Meter breit wird der Durchgang sein zwischen dem McDonald's-Restaurant und Peek und Cloppenburg in der Fußgängezone.  Foto: 

Man soll den Tag nicht vor dem Abend schelten. Warten wir mit einem finalen Stadtbild-Urteil also ab, bis die Bauzäune beseitigt, die Baumaschinen abgezogen und die Fassaden gestaltet sind. Fest steht angesichts seiner Erscheinung wie einer überdimensionalen Schuhschachtel aber schon: Ein städtebauliches Schmuckstück wird das McDonald’s-Interim nicht; aber das gilt für andere Gebäude in der Bahnhofstraße auch – und die sind keine Provisorien.

Manchem Ulmer mag angesichts des Umstands, dass die Stadt für diesen Bauklotz und die Übergangslösung der größten Imbisskette der Welt einen Millionenbetrag löhnen muss, das Fleischküchle im Hals stecken bleiben. Aber: Das ist der Preis der Veränderung, der Stadterneuerung, die da Sedelhöfe heißt; dass die an dieser Stelle unterbelichtete, untergenutzte, heruntergewirtschaftete und brachliegende Stadtlandschaft reaktiviert wird, ist ein Gebot der Stunde. Und McDonald’s hatte nun mal bestehendes Mietrecht, aus dem der Hamburger-Weltkonzern herausgekauft werden musste.

Weil sich vor dessen Haustür am angestammten Platz nichts bewegt und daher der Gebäudekomplex Bahnhofstraße 7 einer großzügigen Zugangslösung vom Bahnhof her im Wege steht, tut sich freilich die Frage auf: Hat die Stadt die Verhandlungen über den Erwerb dieser Immobilie mit derselben Energie und vergleichbarem Verve geführt wie mit McDonald’s?

Umfrage zum McDonalds-Container: "Ein hässlicher Klotz"

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Kommentare

09.09.2013 11:47 Uhr

wie gut, daß wenigstens einer den Mut hat, Tacheles zu schreiben: der Donaufisch!

"(...) Der größte Witz an dieser Geschichte ist, dass in Ulm weder gewählte Volksvertreter noch betroffene Geschäfte noch IHK und schon gar nicht die Bürger darüber informiert wurden, was denn nun genau in den Verträgen mit MAB steht.

Wir sind gespannt, wie Gönner den Zwergenaufstand von CDU, Freien Wählern, SPD, FDP und Grünen niederschlagen wird. Ganz sicher wortreich, mit viel Charme und Lob. Sie können sich gar nicht vorstellen, verehrte Leser, was für eine Waffe Lob in der Auseinandersetzung mit eitlen Menschen sein kann."

http://donaufisch.blog.de/2013/09/09/geheime-chefsache-aufstand-zwerge-16368525/

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07.09.2013 21:19 Uhr

Werbeprospekt-Ansicht

schön, daß die SWP den Ulmern auf der Schwerpunktseite "Sedelhöfe" http://www.swp.de/ulm/sedelhof./
diese tolle Werbeprospekt-Ansicht präsentiert.
Wäre es aber nicht die Aufgabe einer Zeitung, auch die momentane Ansicht zu präsentieren? z.B. links Baustellenbrache, rechts im Bild die geplante Ansicht?

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