Kommentar Bundeswehrklinik: Eine Reform von innen heraus

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Viel ist über die Reform der Bundeswehr geredet worden. Es ging um Standorte, um Truppenstärke, um Bewaffnung und Auslandseinsätze. Dass der Wandel viel tiefer geht, als es das Verschieben oder Streichen von Dienstposten ausdrückt, wird am Beispiel des Projekts einer Kindertagesstätte für die Ulmer Bundeswehrklinik deutlich. Es stimmt schon, was der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Kossendey sagt: Noch vor zehn Jahren hätte das gesamte Verteidigungsministerium silberhell aufgelacht, wäre einer auf die Idee gekommen, eine Kinderbetreuung für die Truppe zu verlangen.

Aber die Gesellschaft hat sich gewandelt. Das hat auch die Truppe längst eingeholt. Die Freiwilligenarmee braucht engagierte junge Leute. Für die selbstbewussten jungen Menschen ist die Aufgabenteilung in der Familienphase längst Realität, die Machbarkeit sogar ein Kriterium, sich für oder gegen eine Stelle zu entscheiden. Die Probleme, ausreichend gute Leute für den Truppendienst zu finden, hat die Erkenntnis befördert, dass eine Parlamentsarmee nicht außerhalb der gesellschaftlichen Normen funktionieren kann. Das ist gut so.

Diese jungen Leute sind es auch, die eine Bundeswehrreform bewirken, die die Planer nicht auf der Rechnung hatten: die Reform von innen heraus. Das ist eine gesunde Entwicklung. Sie wird bewirken, dass auch die gesellschaftlichen Werte in der Parlamentsarmee Bundeswehr noch fester verankert werden.

Spatenstich für Kinderkrippe am Bundeswehrkrankenhaus Ulm

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