KOMMENTAR · WONNEMAR: Hausgemachte Probleme

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Es steht Aussage gegen Aussage. Die Wonnemar-Geschäftsführung beklagt die mangelnde Sauberkeit im Bad und lagert jetzt die Reinigung aus. Die betroffenen Frauen, die seit vielen Jahren im Bad beschäftigt und zudem in der Mehrzahl über 50 Jahre alt sind, fliegen raus. So einfach geht das mitunter.

Aus der Mitte des Bades heraus heißt es dagegen, die Probleme seien hausgemacht und der Politik des Betreibers geschuldet. Erst sei an Reinigungskräften gespart worden, dann, als das Gemurre über mangelnde Hygiene zunahm, habe man dies zum Anlass genommen, die Abteilung auszulagern. Problem gelöst? Von wegen! Jetzt geht die Angst um, dass ein weiterer personeller Umbau die Folge sein könnte. Unbegründet sind die Befürchtungen trotz gegenteiliger Beteuerungen des Betreibers gewiss nicht.

Der Interspa war es von Anfang an ein Dorn im Auge, dass sie die alte Atlantis-Crew hatte übernehmen müssen. Wobei es weniger um die einzelnen Mitarbeiter ging, als vielmehr um deren Bezahlung. Unter dem Atlantis-Betreiber Wolfgang Stichler waren die Beschäftigen jedenfalls finanziell deutlich besser gestellt, als es die neuen Wonnemar-Mitarbeiter jetzt sind. Also gibt es in der Belegschaft eine Zweiklassengesellschaft. Genau das könnte auch die Motivation der Interspa sein, dieses Ungleichgewicht nach und nach zu verändern. Zumal das Wonnemar im ersten Jahr rote Zahlen geschrieben hat.

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