KOMMENTAR · PUBLIC VIEWING: Es geht also doch

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Warum nicht gleich so? Es geht also doch. Offensichtlich viel schneller und problemloser als wenige Stunden zuvor noch dargestellt. Nach heftigen Protesten von Fußballbegeisterten haben sich die Veranstalter des Public Viewings auf dem Münsterplatz gestern Nachmittag dazu durchgerungen, die Zahl der Toiletten kräftig aufzustocken. Und zwar gleich ums Neunfache - gemessen an der Auftaktveranstaltung am Samstagabend, wie Henning Krone, Citymanager des Ulmer City Marketings, versichert.

Der Zweck von Public Viewings ist es, einem wachsenden Bedürfnis von Teilen der Bevölkerung gerecht zu werden, Veranstaltungen wie Europa- oder Weltmeisterschaften mit möglichst vielen Gleichgesinnten zu erleben. Wer solche Veranstaltungen ausrichtet, verfolgt aber auch das Ziel, Geld zu verdienen. Und Toilettenwagen kosten. Jede Toilette, die nicht gemietet werden muss, bringt bares Geld, was auch die Mitarbeiter der Ulmer Stadtverwaltung wissen, die diese Veranstaltungen genehmigen und ihren Ausrichtern die Auflagen erteilen. Umso unverständlicher, dass das auch diesmal schief gelaufen ist. Klagen über fehlende Toiletten sind in Ulm nicht neu.

Jetzt bleibt noch zu hoffen, dass auch die Sicherheitsleute unterrichtet werden. Dass sie nicht versuchen, Public-Viewing-Besuchern, die die Toiletten am Lautenberg benutzen, den Rückweg auf den Münsterplatz zu verwehren.

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