KOMMENTAR · NEU-ULMER RATHAUS: Chaostage

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Morgen Nachmittag wird der Neu-Ulmer Stadtrat einen neuen Spitzenbeamten wählen, der demnächst auch dem Schulbereich vorsteht. Auf den Mann oder die Frau wartet eine Herkulesaufgabe. Der Grund: Dieses bislang von Bürgermeister Gerd Hölzel geleitete und überaus wichtige Referat ist desaströs aufgestellt. Gewiss nicht den ersten Beleg dafür lieferte am Montag die Diskussion über den Schulentwicklungsplan.

Es fängt schon mal damit an, dass in diesem Fachbereich niemand in der Lage ist, Zahlen zu ermitteln, diese zu interpretieren und auch verständlich darzustellen. Und das ist schlichtweg die Basis für jedwede Entscheidung im Stadtrat, wie es mit den Neu-Ulmer Schulen weitergehen soll.

Was die räumliche Ausstattung betrifft, klemmt es nicht nur in der gerade erweiterten und schon wieder aus allen Nähten platzenden Weststadtschule, wo Kinder über Mittag in noch aufzustellenden Containern betreut werden sollen. Eng ist es im ganzen innenstädtischen Bereich. Und es wird noch enger, weil Neu-Ulm weiter wächst. Weshalb in Wiley-Nord auch eine neue Schule gebaut werden soll. Dass sich aber Eltern eher für die Reaktivierung der demnächst geschlossenen Vorfeld-Schule stark machen, interessiert kaum jemanden im Rathaus.

Weiter so, heißt dort die Devise. Und es wundert nicht, dass kritische Tagesordnungspunkte erst nach der Oberbürgermeister-Wahl auf den Tisch kommen.

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