Kommentar · Müll: Kulanz schadet nicht

Jetzt wird es ernst. Mit dem Stichtag 1. Januar gilt in Ulm ein neues Müllsystem, und nun wird sich zeigen, ob es funktioniert. Der Erfolg ist von mehreren Faktoren abhängig. Ein Kommentar von Chirin Kolb

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Jetzt wird es ernst. Mit dem Stichtag 1. Januar gilt in Ulm ein neues Müllsystem, und nun wird sich zeigen, ob es funktioniert. Der Erfolg ist von mehreren Faktoren abhängig. Dazu gehört natürlich in erster Linie die Technik. Sämtliche Restmülltonnen sind mit einem Chip ausgerüstet, sämtliche Müllfahrzeuge mit einer Art Lesegerät, das jede Leerung registriert. Am Ende des Jahres wird dann anhand der Zahl der Leerungen abgerechnet. Ob das alles reibungslos läuft und die Entsorgungsbetriebe Ulm (EBU) alles im Griff haben, wird sich zeigen. Immerhin: Etliche andere Städte sind längst auf dieses System umgestiegen und arbeiten problemlos damit.

Zum Erfolg des neuen Müllsystems tragen aber auch die Bürger selbst bei. Um falsche Abrechnungen zu vermeiden, müssen sie darauf achten, dass sie tatsächlich jedes Mal ihre eigene Tonne befüllen und sie nicht versehentlich mit der des Nachbarn vertauschen. Denn der Chip ist unerbittlich: Er ist untrennbar mit dem Namen des jeweiligen Gebührenschuldners verknüpft.

In den ersten Wochen wird es sicherlich noch manche Unsicherheiten geben, bis sich alles eingespielt hat. Dazu gehört zum Beispiel, dass womöglich bei der ersten Abfuhr noch die eine oder andere alte Tonne am Straßenrand steht. Es ist gut, dass die EBU kulant reagieren. Denn die Umstellung auf das neue Müllsystem fällt manchen nicht ganz leicht. Da schadet eine gewisse Großzügigkeit nicht.

Reaktionen auf die neuen Restmülltonnen: Müllwerker erleichtert 

 

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