KOMMENTAR · KULTURFAHRSCHULE: Ein Sommermärchen

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Neid ist, leider, ein Zeichen des Erfolgs. Wer zuletzt in der Stadt auf mäßig besuchten Veranstaltungen war, hörte zuweilen den Satz: "Die Leute sind halt in der Kulturfahrschule." Nun, auch Neid muss man sich erstmal verdienen und erarbeiten.

Ignorieren wir solch kleinliche Töne. Fest steht: Die Kulturfahrschule war eine Ulmer Erfolgsgeschichte dieses Sommers. Das lag an der attraktiven, zentral gelegenen Location, aber ebenso an der Vielfalt des Programms und am Zusammenspiel mit gastronomischen Angeboten. So entwickelte sich die Kulturfahrschule innerhalb weniger Wochen zum angesagten Ausstellungs-, Konzert- und Aktions-, aber eben auch zum Ausgeh-Ort.

Ein Verdienst der Kulturfahrschule ist zudem, dass sie das kreative Potenzial der freien Szene gebündelt sichtbar gemacht hat - und den Bedarf nach solchen ungewöhnlichen Spielstätten in Ulm.

Zudem lief die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung recht gut, die bürokratischen Hürden wurden meist auf akzeptabler Höhe gehalten. Also ein Kompliment an alle Beteiligten; ein besonders großes natürlich an die Ideengeber, Macher und Organisatoren.

Die Kulturfahrschule wird - als Gebäude - jetzt abgerissen, aber soll die Idee der Kulturfahrschule nicht fortbestehen? So klar ist das nicht, denn ein Teil ihrer Attraktivität war wohl dem Wissen geschuldet, dass es sich um ein zeitlich begrenztes Projekt handelte.

Wenn also daraus etwas Tragfähiges, Nachhaltiges werden soll, wird man die Erfahrungen dieses Sommermärchens nutzen - aber an einem neuen, anderen Ort muss doch wieder eine neue, eigene Dynamik entstehen.

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