KOMMENTAR · INDUSTRIE: Bedeutende Branche

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Vom Wohlergehen der Metallindustrie hängt viel ab, es handelt sich tatsächlich um das wirtschaftliche Herz der Region Ulm. Die Betriebe stellen fast 50 000 Arbeitsplätze bereit. Nicht nur in Ulm und Neu-Ulm gehören mit Evobus, den Wieland-Werken, Cassidian und nach wie vor Iveco die größten Arbeitgeber zur Metall- und Elektroindustrie - mit teils mehr als 3000 Mitarbeitern.

Dazu kommt der Liebherr-Konzern mit den Kranstandorten wie in Ehingen, mit der Produktion von Baggern und Kühlschränken - und nicht zuletzt Südwestmetall-Chef Handtmann mit seiner Gießerei in Biberach, wo außerdem Wurstmaschinen entstehen.

Viele dieser Unternehmen können mit ihren innovativen Produkten zu den versteckten Weltmeistern oder Hidden Champions gerechnet werden. Sie werden zumeist als Familienunternehmen mit entsprechender Bindung der Inhaber an ihren Betrieb geführt, was vermutlich auch in der Krise dazu führte, dass die Stammbelegschaften gehalten wurden.

Es blieb zunächst unklar, wie es mit dieser Schlüsselbranche nach dem Rekordjahr 2011 weitergeht - auch angesichts ihrer Abhängigkeit vom Export und der europäischen Schuldenkrise. Die jüngste Konjunkturumfrage sieht aber gut aus. Es gab lediglich eine Umsatzdelle auf hohem Niveau, die Investitions- und Beschäftigungspläne drücken Zuversicht aus. Dennoch bleibt überraschend, dass regional fast jeder zehnte Betrieb kurzarbeiten muss. Auch Metall ist kein Selbstläufer.

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