KOMMENTAR · GLÜCK: Eine Hommage - an uns

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Wer die Bestsellerlisten verfolgt, stellt fest: Wir leben im Zeitalter der ständigen Suche nach dem Glück. Professionelle Lebensberater beraten nicht mehr nur Ratlose, sondern greifen zur Feder und überschwemmen den Büchermarkt.

So erleben wir zwar eine erhebliche Pluralisierung der Erbauungsliteratur, wenn man so will einen gedruckten Glücksformel-Gemischtwarenladen. Nüchtern betrachtet aber lautet die Kernbotschaft dann doch immer gleich: Das Glück fliegt einem nicht einfach in den Schoß, man muss schon gehörig etwas dafür tun.

Das weiß jeder, dem das größte Glück widerfährt: das Glück, Freunde zu haben. Freunde fallen nicht vom Himmel, sie wollen gesucht, gefunden und dann gepflegt sein. Wohl dem, der einen Freundeskreis gewinnt, der ihm zur Seite steht, wenn nötig, ohne einem mit erhobenem Finger und Ratgeber-Rhetorik zu kommen.

Das Wesen guter Freundschaften, mithin das Wesen des Glücks besteht in offenen Umgangsweisen und uneitlen Tonarten, in beschwingtem Untereinander und ernsthaftem Miteinander. Launig, witzig, besinnlich. Dafür ist es nie zu spät, wie das Beispiel des meist um Mikes Küche kreisenden Freundeskreises zeigt, in dem sich bis auf das mongolische Küken durchweg reifere Semester zusammengefunden haben. Schon gar nicht muss man sich täglich um den Hals fallen und sich gegenseitiger Wertschätzung versichern. Gute Freunde wissen es auch so. Zum Glück.

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