KOMMENTAR · ERZIEHERBERUF: Auf die Bezahlung kommt es an

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Normalerweise heißt es: Der Markt regelt die Preise. Wer also gefragt ist, kann mehr Geld für die von ihm erbrachte Leistung verlangen. Aber für Erzieherinnen und die wenigen Männer, die diesen Beruf ergreifen, gilt das überhaupt nicht.

Inzwischen ist der Markt nahezu leer gefegt, fast jede Kommune baut ihre Krippen- und Kindergartenkapazitäten aus. Allein in Ulm werden rund 100 Erzieher gesucht, damit die Krippen in der zweiten Jahreshälfte in Betrieb gehen können. Bundesweit liegt der Bedarf an Betreuungs-Fachkräften bei schätzungsweise 80 000 Personen. Und für die Stadt Neu-Ulm, die wesentlich später mit ihrer Suche begonnen hat, wird es wohl noch schwieriger werden, genügend Erzieherinnen zu finden.

Dabei ist es längst überfällig, den Beruf aufzuwerten - und ihn tatsächlich besser zu bezahlen. Inhaltlich hat sich in den vergangenen Jahren vieles getan: Längst wird von Kitas als Bildungseinrichtungen gesprochen - und das völlig zurecht. Was aber fehlt, ist die daraus folgende finanzielle Wertschätzung. Das ist einer der Gründe, weshalb so wenige Männer den Beruf ergreifen: Mit dem Gehalt lässt sich nur schlecht eine Familie ernähren. Hier muss sich dringend etwas tun - und zwar bundesweit.

Immerhin ist die Stadt Ulm inzwischen so klug, dass sie befristeten Verträge von Erzieherinnen in unbefristete umgewandelt hat. Das gibt wenigstens etwas Sicherheit in der Lebensperspektive der Betreffenden.

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